Forum

24 Beiträge / 0 neu
Letzter Beitrag
Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21
Probleme nach SCHIEL-OP und Fadenentfernung

Hallo. 

Ich bin neu hier im Forum. 

Kurz zur Vorgeschichte:

Bin stark kurzsichtig und habe vor ca 2 Jahren plötzlich angefangen zu schielen (nach Innen), bzw habe ich bei Müdigkeit schon immer leicht geschielt. 

Habe mich nun Mitte März in Hessen (bekannte Klinik für Schiel-OPs) operieren lassen. Da das Schielen in der Ferne weniger stark war als in der Nähe, schiele ich in der Nähe nach wie vor. 

Sehen konnte ich nach der OP ganz ok. Endlich kein Schielen mehr und alles war so scharf mit 2 Augen. Ein leichtes Höhenschielen irritiert mich noch.

Leider tat das Auge plötzlich weh (wo der eine resorbierbare Faden saß). Man entschied sich, da man den Verdacht hatte auf ein Fadengranulom, beide Fäden Richtung Schläfe zu entfernen. Lediglich den Faden Richtung Nase hat man belassen.

Die OP ist nun 5 Wochen her, aber ich sehe seit der 2. OP auf dem operierten Auge schlechter. Ich sollte in der Klinik dann die Zahlen lesen und man sah keinen Unterschied zu vorher. Wieso hat man den Aatigmatismus und Myopie nicht gemessen sondern mich Zahlen lesen lassen?

Außerdem kann ich Abstände kaum abschätzen.

Noch 3 Wo nach der OP war mir total schwindelig, ich hatte Kopfschmerzen und übel war mir. Nun geht es etwas besser.  

Mein Hausaugenarzt und die Optikerin haben mir aber bestätigt, dass ich 1 Dioptrie mehr Kurzsichtigkeit habe und 1.5 dpt mehr Astigmatismus. Vorher hatte ich schon 1.5 dpt, jetzt gesamt auf diesem Auge 3 dpt. 

Das Auge ist an der Stelle noch geschwollen bzw deformiert und etwas rot. Legt sich das noch?

Und geht der Astigmatismus noch zurück? Ich wusste nich, dass dieser schlimmer werden kann durch eine Schiel-OP. Hatte die Info lediglich aus dem Internet. 

Mein Hausaugenarzt sagte vor 10 Tagen, es wäre leicht entzündet. Seitdem tropfe ich Cortison und Antibiotikum. Leider sehe ich noch nicht wieder scharf auf dem Auge. 

Jetzt sagte mir die Operateurin nach der 1. Und 2. OP ich hätte in der Ferne noch ein Rest-Schielen von 3 Grad und ich wäre mit dem Gucken sicher zufriedener, wenn sie diese auch korrigieren würde (wollte sie am liebsten bei der 2. OP übers andere Auge gleich mitmachen). Habe mich dagegen entschieden. Habe eh schon zu viel. Achso. In der Nähe hatte ich nach der 1. OP 10 Grad, nun 17. Schwankt aber ggf noch meinte die Orthoptistin, da es nach der ersten OP auch schwankte. Stimmt es, dass man das Schielen in der Nähe nicht korrigieren könnte? Ich soll Lesebrille nehmen. Damit geht das Lesen in der Nähe besser. 

Ich habe mich extra in dieser Klinik behandeln lassen, weil es hieß, diese seien besonders gut bzw führend und bin nun irgendwie nicht wirklich zufrieden und bin beunruhigt.

Vielen Dank und viele Grüße

Sanuye

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

die OP ist erst 5 Wochen her. es ist ganz normal, dass die Brillenwerte jetzt anders sind. die Fäden haben die Hornhaut etwas verzogen. Das kann sich wieder legen, muss aber nicht.

Meine Befürchtung ist aber eine andere: Das Schielen ist vor der OP nicht mit Brillengläsern korrigiert worden, stimmt das so?

Wenn ja, ist es leider wie fast immer in den Kliniken, dass das versäumt wurde. Denn dann hätte man eventuel die Nähe besser korrigieren können.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Hallo Eberhard. 

Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.

Du hast recht: Es ist nichts mit Brille korrigiert worden in der Klinik.

Der Optiker, bei dem ich zuvor war, sagte mir, nachdem mein Augenarzt sagte, sie brauchen eine Prismenbrille, dass dies aufgrund der Werte nicht ginge. Ich hatte 15 Grad Schielen in der Ferne, Nähe 27. Dann Astigmatismus 1.5 und Myopie mit ca 13 dpt auf beiden Augen. 

Das Auge war nur 3 Tage vor der OP abgeklebt.

Interessant war vor der OP, dass ich mit meiner Brille sehr geschielt habe. Mit unterkorrigierten Kontaktlinsen (hatte da 2 Dioptrien weniger) habe ich weniger geschielt. Dafür konnte ich nicht gut sehen, weil ich unterkorrigiert war. Mit Brille musste ich mich immer für ein Auge entscheiden. 

Heute ist mir wieder schwindlig. Das hatte ich nach der 1. OP gar nicht. Ärztin sagte zum Schwindel, dass sie bei der 2. OP ja nur den Faden entfernt hat, nichts am Schielwinkel geändert hat. Dieser war aber nach der OP in der Ferne bei 4 Grad, nicht wie nach der 1. OP bei 3 Grad. Ich frage mich, ob die Probleme momentan vom Astigmatismus kommen. Erstaunlich war, dass meine Brille nach der 1. OP total super passte (von den Werten). Ich sah alles gestochen scharf. Abstände konnte ich einordnen. Und mir war nie schwindlig. Nur das Auge extrem dick und schmerzhaft mit dem Faden. 

Soll ich den Schwindel am Besten aussitzen oder übergangsweise - auch wenn es teuer wird - eine neue Brille machen mit neuen Astigmatismus-Werten? Oder kommt der Schwindel vom Rest-Winkel? Orthoptistin sagte, 3 bis 4 Grad gleicht das Gehirn locker aus. 

Ich glaube auch, dass mich mein Höhenschielen, was minimal ist, mehr stört als vor der OP. Aber angeblich kann man das bei so weinig Grad nicht operieren. Bei der Brille nehme ich den Kopf leicht in den Nacken um durch die Gläser sehen zu können. Ich trage fast nie Brille (also vor der OP). Ich hoffe, dass ich bald wieder Linsen tragen kann. Daher weiß ich nicht, ob das Problem auch vor der OP mit Brille bestanden hätte. 

Ich war in mehreren Klinken. Marburg war ganz schnell dabei, operieren zu wollen. Das war mir unsympathisch. Frankfurt hat mich aufgrund des Schiel-Unterschieds Nähe / Ferne und aufgrund meiner hohen Myopie (minus 13) abgelehnt. Auf Empfehlung bin ich dann nach Gießen. Ich dachte, da wäre ich gut aufgehoben. 

Ich bin gerade etwas verzweifelt, wie ich weiter vorgehen soll. Die Ärztin möchte gerne bald die 3 Grad noch operieren. Soll ich die Änderung des Astigmatismus mal ansprechen, ob es daher kommen kann? 

Soll ich die Klinik wechseln? Damit man ein optimales Ergebnis erzielt? Oder bei der Operateurin nochmal fragen?

Wenn ich vor einer 2. OP eine Prismenbrille machen lasse, machen das auch die Kliniken oder soll ich zum Optiker? Was wäre mit Prismenfolien anders? Könnte man die auch nehmen. Man möchte ja, wenn man eine 2. OP macht, ein vernünftiges Ergebnis haben.  

Der Vorschlag der Klinik mit Lesebrille in der Nähe ist natürlich lustig. Ich müsste zur Zeit dann über meine 13 dpt Brille noch 3 dpt Plus-Brille setzen.

 Vielen Dank für ein paar Ideen, wie ich weiter vorgehen könnte. 

LG Anna

 

 

 

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Hallo Eberhard. 

Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort.

Du hast recht: Es ist nichts mit Brille korrigiert worden in der Klinik.

Der Optiker, bei dem ich zuvor war, sagte mir, nachdem mein Augenarzt sagte, sie brauchen eine Prismenbrille, dass dies aufgrund der Werte nicht ginge. Ich hatte 15 Grad Schielen in der Ferne, Nähe 27. Dann Astigmatismus 1.5 und Myopie mit ca 13 dpt auf beiden Augen. 

Das Auge war nur 3 Tage vor der OP abgeklebt.

Interessant war vor der OP, dass ich mit meiner Brille sehr geschielt habe. Mit unterkorrigierten Kontaktlinsen (hatte da 2 Dioptrien weniger) habe ich weniger geschielt. Dafür konnte ich nicht gut sehen, weil ich unterkorrigiert war. Mit Brille musste ich mich immer für ein Auge entscheiden. 

Heute ist mir wieder schwindlig. Das hatte ich nach der 1. OP gar nicht. Ärztin sagte zum Schwindel, dass sie bei der 2. OP ja nur den Faden entfernt hat, nichts am Schielwinkel geändert hat. Dieser war aber nach der OP in der Ferne bei 4 Grad, nicht wie nach der 1. OP bei 3 Grad. Ich frage mich, ob die Probleme momentan vom Astigmatismus kommen. Erstaunlich war, dass meine Brille nach der 1. OP total super passte (von den Werten). Ich sah alles gestochen scharf. Abstände konnte ich einordnen. Und mir war nie schwindlig. Nur das Auge extrem dick und schmerzhaft mit dem Faden. 

Soll ich den Schwindel am Besten aussitzen oder übergangsweise - auch wenn es teuer wird - eine neue Brille machen mit neuen Astigmatismus-Werten? Oder kommt der Schwindel vom Rest-Winkel? Orthoptistin sagte, 3 bis 4 Grad gleicht das Gehirn locker aus. 

Ich glaube auch, dass mich mein Höhenschielen, was minimal ist, mehr stört als vor der OP. Aber angeblich kann man das bei so weinig Grad nicht operieren. Bei der Brille nehme ich den Kopf leicht in den Nacken um durch die Gläser sehen zu können. Ich trage fast nie Brille (also vor der OP). Ich hoffe, dass ich bald wieder Linsen tragen kann. Daher weiß ich nicht, ob das Problem auch vor der OP mit Brille bestanden hätte. 

Ich war in mehreren Klinken. Marburg war ganz schnell dabei, operieren zu wollen. Das war mir unsympathisch. Frankfurt hat mich aufgrund des Schiel-Unterschieds Nähe / Ferne und aufgrund meiner hohen Myopie (minus 13) abgelehnt. Auf Empfehlung bin ich dann nach Gießen. Ich dachte, da wäre ich gut aufgehoben. 

Ich bin gerade etwas verzweifelt, wie ich weiter vorgehen soll. Die Ärztin möchte gerne bald die 3 Grad noch operieren. Soll ich die Änderung des Astigmatismus mal ansprechen, ob es daher kommen kann? 

Soll ich die Klinik wechseln? Damit man ein optimales Ergebnis erzielt? Oder bei der Operateurin nochmal fragen?

Wenn ich vor einer 2. OP eine Prismenbrille machen lasse, machen das auch die Kliniken oder soll ich zum Optiker? Was wäre mit Prismenfolien anders? Könnte man die auch nehmen. Man möchte ja, wenn man eine 2. OP macht, ein vernünftiges Ergebnis haben.  

Der Vorschlag der Klinik mit Lesebrille in der Nähe ist natürlich lustig. Ich müsste zur Zeit dann über meine 13 dpt Brille noch 3 dpt Plus-Brille setzen.

 Vielen Dank für ein paar Ideen, wie ich weiter vorgehen könnte. 

LG Anna

 

 

 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Anna,

erstmal heisst es abwarten, auf keinen Fall sofort wieder operieren lassen, das wäre viel zu früh nach der gerade durchgeführten OP.

Die optometrischen Werte, Sphäre, Zylinder und Achsenlagen können jetzt korrigiert werden unter der Voraussetung, dass nach einigenWochen wieder andere Werte vorliegen. 

Vor einer eventuell neuen OP müssen die prismatischen Werte mit Brille und notfalls Prismenfolien korrigiert werden, mindestens ein halbes Jahr beschwerdefrei! Suche Dir einen erfahrenden Augenoptiker oder Augenarzt, der sich damit auskennt. Siehe www.ivbs.org

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Hallo Eberhard,

vielen lieben Dank für Deine Hilfe!

Interessanterweise habe ich tatsächlich eh einen Termin bei einem Optiker, der in der Liste steht. Was ein Zufall! Dort würde mir damals auch gesagt, dass Prismenbrille nicht ginge.

Messen die gelisteten Optiker auch nach der MKH, von der ich hier häufiger las?

Sorry für die vielen Fragen. 

Heißt das, dass, wenn ich dann zB eine gut passende Prismenbrille tragen würde, man diese Werte dann nähme für eine OP (in weiter Zukunft)? Wenn Du sagst, dass vor einer OP eine Prismenbrille getragen werden sollte. Oder wie muss ich mir das vorstellen? Das hieße dann ja, die operierende Klinik muss sich darauf verlassen. Oder wie funktioniert dann das Zusammenspiel aus Optiker und Klinik?

Immerhin bin ich schon etwas beruhigter dahingehend, dass es eine Lösung hoffentlich geben wird. 

 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Anna,

ja, wenn die Prismenbrille optimal korrigiert, und verträglich ist, sollte dieser Wrt an Prismen auch operiert werden. Denn dann ist auch das OP-Ergebnis verträglich.

Ich hoffe stark, dass der Optiker, der bei der IVBS gelistet ist, auch die MKH beherrscht, denn bei der IVBS geht es nur um dieses Thema.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Hallo Eberhard, 

oh das beruhigt mich wirklich. 

Der Optiker gibt auf seiner Seite an, dass er MKH macht. Was ist ein Anhaltspunkt, dass er das beherrscht? Er sitzt in Wetzlar.

Vielleicht hat die Klinik auch MKH gemacht?! Das weiß ich nicht.

Da ich leider noch eine andere große gesundheitliche Baustelle habe, hatte ich bei den Augen gehofft, dass das Ergebnis gut wird (war es nach der ersten OP auch). Aber man liest ja immer von den 3 Monaten und hier ist vermutlich die OP zwecks Entfernung des Fadens als Basis zu nehmen. Nicht die eigentliche Schiel-OP, weil bei der 2. OP ja auch wieder die Bindehaut aufgeschnitten wurde. 

Ah ist es normal, dass das Auge noch so verformt ist? 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Anna,

ich bin auch operiert worden. Die Schwellungen gingen erst nach 2-3 Monaten zurück. Die Sehschärfe hat sich 2X innerhalb 3 Monaten geändert. Gut, dass ich Augenoptikermeister bin.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Hallo Eberhard. 

Vielen Dank für die Auskünfte.

Eine Frage hätte ich noch:

Kann sich durch derartige OPs die Kurzsichtigkeit auch verschlechtern?

Hatte kurz vor der OP noch eine Dioptrie mehr. Nach der OP eine Dioptrie weniger. Bin anstatt bei 12 nun bei 13 Minus-dpt.

 

 

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Hallo Eberhard. 

Vielen Dank für die Auskünfte.

Eine Frage hätte ich noch:

Kann sich durch derartige OPs die Kurzsichtigkeit auch verschlechtern?

Hatte kurz vor der OP noch eine Dioptrie mehr. Nach der OP eine Dioptrie weniger. Bin anstatt bei 12 nun bei 13 Minus-dpt.

 

 

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Also umgekehrt: Vorher eine dpt weniger, später eine mehr. Also kurzsichtiger geworden

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin, 

bei einer Schiel-OP kann es passieren, dass die Hornhaut etwas verzogen wird. Meist ist das nach einigen Wochen wieder normal, aber leider nicht immer. Dadurch können sich Sphäre, Zylinder und Achsenlagen des Zylinders ändern.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Vielen Dank.

Kann dies auch noch mit der Schwellung zu tun haben? OP ist 6 Wochen her und Schwellung ist noch wie direkt nach der OP. 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

 Natürlich hängt das noch mit der Schwellung zusammen.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Vielen Dank Eberhard!

Es gibt 2 weitere Dinge, die mich irritieren:

Seit der OP nehme ich vermehrt mein Höhenschielen wahr. Mit Brille gleitet mein eines Auge nach oben, was mich vom Gefühl her sehr verrückt macht. Mit Kontaktlinsen (zumindest war es vor der OP so - nach OP noch nicht wieder getragen) habe ich nie ein Höhenschielen wahrgenommen. Ohnehin war das Schielen mit Linsen gefühlt besser (es fehlten mir aber auch ca 2 dpt mit den Linsen). 

Ein weiteres "Problem":

Mit der starken Kurzsichtigkeit habe ich es als leicht empfunden, ohne Sehhilfe zu lesen (vor allem im Bett). Das klappte auch vor der OP einwandfrei ohne dass ich hier je das Gefühl hatte zu schielen. Wenn ich jetzt ohne Sehhilfe lese, spüre ich geradezu, wie ein Auge nach oben weggleitet. Außerdem sehe ich plötzlich meine Nase. Wie kann das sein?

Auch auf Fotos ohne Brille standen die Augen vor der OP vollkommen gerade, jetzt gleitet eines nach Innen, obwohl ja ein Innenschielen korrigiert wurde. 

 

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Was mir noch einfällt, in der Klinik aber nicht beachtet wurde. Ich weiß nicht, ob es eigentlich relevant ist. Ich konnte meine Augen vor der OP bewusst schon mehr oder weniger gerade halten, habe aber verschwommen gesehen. Um ein Bild zu erzeugen, musste ich mich für entweder das linke oder das rechte Auge entscheiden. War das dann überhaupt ein "richtiges" Schielen?

 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Ein sog. latentes Schielen kann man selber ausgleichen. Dabei ist aber oft das Sehen nicht so scharf, weil die Netzhautbilder nicht bei einem Auge exakt in der Netzhautmitte liegen.

War es ein Strabismus, hätte man das sicher nicht operiert. Das hoffe ich zumindest.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Hallo Eberhard.

Ich habe als Kind und junge Erwachsene latent geschielt. Konnte es aber gut ausgleichen. 

Nun war es so, dass ich nur noch ein Bild herstellen konnte wenn ich ein Auge - ich konnte wählen zwischen links oder rechts - "genommen" habe zum Sehen. 

Die Optikerin damals- ihr Mann ist auch in der Gesellschaft, die Du mir nanntest - sagte mit Prismengläsern könne man bei dem Winkel nichts machen. Hatte 30 Grad Ferne und ca. 15 Nähe.

Jetzt las ich, dass man bei hoch Myopen oft das Problem hat, dass der Muskel über das Auge rollen kann aufgrund der Länge. Die OP-methode, die gewählt wurde, wird laut einem Artikel des Profs in Gießen gar nicht bei hoch Myopen gemacht.

Ich wollte mir bald bei dem anderen Prof. in Gießen (jener, der den Artikel verfasst hat) noch einen Termin geben lassen. Könnte man eine OP theoretisch rückgängig machen? Und dann die Methode der Wahl anwenden?

Außer dass ich in der Ferne soweit gucken kann bin ich eigentlich total unzufrieden. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich direkt zum Prof. gegangen. 

Ich stellte es mir so vor, dass der Zustand vor dem Schielen oder was auch immer es war (als es so krass vor 2 Jahren begann) wieder erreicht würde. Nun muss ich immer den Kopf leicht in den Nacken legen damit es gut ist. Das eine Auge (was operiert wurde) bewegt sich nach oben gar nicht mehr groß mit. Das war vorher gefühlt total anders. 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

wenn Prismengläser nicht möglich waren zur Korrektion, dann kann auch eine OP nicht klappen. Ob etwas rückgängig gemacht werden kann, ist nur am Auge zu erkennen.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Heute traf mich fast der Schlag. Mit Brille kann ich zumindest recht gut gerade aus gucken und lesen, wenn das Buch auf dem Tisch liegt. 

Heute habe ich mal wieder meine KL testen wollen, mit denen ich gefühlt weniger geschielt habe, die aber ca 2 dpt weniger hatten und ich somit nicht auskorrigiert war. Ärztin meinte, dass ich bestimmt daher in der Nähe besser gucken kann. Denn mit Brille soll ich ja Plusgläser in der Nähe tragen. 

Ergebnis: Mit Linsen sehe ich in der Nähe so verschwommen, dass ich richtig schielen muss um lesen zu können. 

Habe dann meine Brille drübergesetzt, die mir mal für die Kontaktlinsen angepasst wurde. Also kompletter dpt-Ausgleich. Auch hier eine totale Schiel-Katastrophe.

Nun las ich im Bericht, dass die Ärztin 2 gerade Augenmuskeln korrigiert hat, im MRT wohl aber zu sehen war, dass einer der schrägen wohl über das Auge gleitet. 

Zudem "fällt" die eine Pupille so nach unten. Kann also das Auge nicht heben wie das andere.

Ich bin ziemlich verwirrt und habe große Angst, dass man da nichts mehr korrigieren kann. 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

gehe zu Deinem KL-Anpasser und lasse prüfen, ob die Radien und Stärken noch richtig sind, denn durch die OP kann die Hornhaut etwas anders sein in der Geometrie. Die  OP-Narbe kann etwas an der Hornhaut "ziehen"

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Sanuye
Beigetreten: 26. Mai 2020 - 0:21

Vielen Dank. Aber dann müsste die Brille ja auch nicht mehr passen. Ich schiele mit Linsen massiv.

Wie ist Folgendes Phänomen zu erklären? VOR der Schiel-OP standen die Augen immer gerade. Auf Fotos kein Schielen zu erkennen. Ich musste aber, um nicht verschwommen zu sehen, ein Auge "ausschalten, sprich schielen. Jetz habe ich mit Brille geradeaus halbwegs geraden Blick aber in der Nähe sehen die Augen vom Schielen her gruselig aus. Was war das für ein Phänomen, dass ich schielen musste um mit 1 Auge zu sehen? Ohne "ausschalten" des Auges habe ich kein Bild mehr zustande bekommen. Mit unterkorrigierter Brille war das nicht so.  

Daher die Schiel-OP. Niemand hat dieses Phänomen ernst genommen. 

Und an wen kann ich mich noch wenden? Ich bin verzweifelt. Gehe im Juli zu Prof. Esser.

Habe so Angst, dass das "neue" Schielen bleibt. 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Warte mal ab, bis Du beim Doc bist.

Viele Grüße

Eberhard