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Bild des Benutzers Gaby
Verbunden: 16. Januar 2004 - 0:00
Brillenglas Mineralisch Index 1.9

Liebe Experten!

Bei meiner neuen Brille überlege ich mir von Kunststoffgläsern mit Index 1.7 auf mineralisches Glas mit Index 1.9 zu wechseln.

Mich würde interessieren
Würden Sie/Du die Gläser wieder kaufen?
Braucht es eine Umgewöhnungszeit - bei Indexwechsel?
Wie sieht's mit Randverzerrungen/Farbsäume aus?
Ist das "Bruchrisiko / die Verletzungsgefahr" wirklich so gross?

Ich bin Banker und habe diesbezüglich keine gefährlichen Job und im Sport benutze ich eh KL's.

Das höhere Gewicht sollte kein Problem darstellen, da ich eh immer kleine Brillen trage.

Danke für Eure Informationen!

Bild des Benutzers Georg Scheuerer
Verbunden: 16. Januar 2003 - 0:00

Hallo,

man kann diese Frage natürlich nicht Pauschal beantworten. Es kommt auf deinen Anspruch darauf an. Wenn du höherbrechendes Material willst als du momentan hast sind dir wohl die jetzigen Brillengläser zu dick?! Jeder AO kann dir per PC die Randdicken ausrechnen.
Eine kleine Umstellung wegen den Farbsäumen kann schon die Folge sein die ist in den meisten Fällen aber gut wegzustecken.
Die Verletzungsgefahr bei Bruch ist zwar höher wie bei Kunststoff aber immer noch relativ gering. Aber es gab natürlich immer wieder Fälle wo das Auge durch Brillenglassplitter verletzt wurde.
Es gibt natürlich auch Glas in 1,7 (bei kleinen Brillen muss die Myopie schon sehr gross sein dass Index 1,9 erforderlich ist - wenn du die Stärke noch angibst kann man bessere aussagen machen).
Lass dich einfach bei dem AO deines Vertrauens gründlich beraten.
Viel Erfolg beim Brillenkauf.


MfG
Georg Scheuerer

Bild des Benutzers Gaby
Verbunden: 16. Januar 2004 - 0:00

Hallo, Gigl

Meine Brillenwerte
R -11.75/-0.75 & L -12.00/-0.50

Mein akutelles Brillenglas ist 5.5 mm dick.

Würdest Du mir 1.9er Index empfehlen?

Grüsse
Gaby

Bild des Benutzers OpTigger
Verbunden: 6. März 2003 - 0:00

Hi Gaby,

wenn Du mir jetzt noch die Grösse deiner Fassung gibst (steht im Bügel - oder auf der Brücke) Bsp. 40 - 20 oder 52 - 18 usw. Und dann nochh deinen Augenabstand, dann kann ich Di´r den Unterschied in Dicke und Gewicht ausrechnen.

Grüsse

Kai

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Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt ! Marcel Duchamp

Bild des Benutzers Lucccy
Verbunden: 31. Dezember 2002 - 0:00

Hallo.
Optigger, brauchst Du nicht auch noch die Scheibenform (rund, oval, eckig) oder die größte Scheibendiagonale um eine verläßliche Aussage machen zu können?
Klar hast Du über Scheibenlänge, Abstand zwischen den Gläsern und PD schon eine Näherung, aber je nach Form sind die Gläser doch an ganz anderer Stelle dicker...
Gruss
Lucccy

Bild des Benutzers OpTigger
Verbunden: 6. März 2003 - 0:00

Hi Luccy,

klar die Form spielt eine "kleine" Rolle aber es geht ja nur um ca. Angaben und wenn ich zwei, dri Formen durchrechne, kann man den Durchschnittswert ja sagen.

Grüsse
Kai

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Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt ! Marcel Duchamp

Bild des Benutzers Gaby
Verbunden: 16. Januar 2004 - 0:00

Hallo, Kai

erstmal vielen Dank für Deine Bemühungen!

Da ich mich noch nicht für ein bestimmtes Brillengestell entschieden habe, dann ich Dir die Angaben nicht machen (mein AO hat mir schon gesagt, dass er das Gewicht/Randdicke ausrechnen kann).

Meine Frage war eher grundsätzlicher Natur - empfiehlt ihr Euren Kunden Glas mit 1.9er Index? Wie kommen die Kunden damit zurecht- denn mein AO rät mir eher ab. Nun möcht ich halt einfach noch ein paar andere Meinungen hören.

Danke
Gaby

Bild des Benutzers Lucccy
Verbunden: 31. Dezember 2002 - 0:00

Also ich würde grundsätzlich zu diesen Gläsern raten. Ich hatte zwar selber noch nicht die Gelegenheit, eine Brille mit solchen Gläsern abzugeben, aber die Brillen sehen, wenn ich sie in der Werkstatt mache, einfach klasse aus.
Wie Du selbst mit dem veränderten Gewicht zurecht kommst, das ist ja noch eine andere Frage. Eine Kollegin von mir mag z.B. keine Brille mehr mit mineralischem Glas tragen, seit sie Kunststoffgläser trägt. Aber das ist bestimmt auch Sache von einem selbst.
Zum Bruchrisiko klar geht eine Glasflasche schneller kaputt als eine PET-Flasche. Aber du schreibst ja selbst, dass die Gefahr nicht gegeben ist, da Du beim Sport KLs trägst.
Gruss
Lucccy

Bild des Benutzers OpTigger
Verbunden: 6. März 2003 - 0:00

Also,

prinzipiell gesehen würde ich zu 1,74er Kunststoff raten - bruchfester und leichter.

Ich hab gerade mal durchgerechnet
Wenn ich von einem Maximalradius von 20mm -kleine Fassung (gemessen vom Augendurchblickspunkt bis zur am weitesten erntfernten Stelle der Fassung)

kommst du auf eine Randdicke bei 12dpt
1,74er Kunststoff 4,4 mm
1,90er Glas 3,6 mm

bei einem 15mm Radius (sehr kleine Fassung)
1,74er Kunststoff 2,9 mm
1,90er Glas 2,4 mm

Ich hoffe ich konnte Dir damit etwas helfen deine Entscheidung zu fällen.

Grüsse
Kai



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Es gibt keine Lösung, weil es kein Problem gibt ! Marcel Duchamp

Bild des Benutzers Lucccy
Verbunden: 31. Dezember 2002 - 0:00

Hallo OpTigger,
magst Du auch nochmal die Rechnung für 1,67er Kunststoff machen?
Danke
Lucccy

Bild des Benutzers OpTigger
Verbunden: 6. März 2003 - 0:00

...Öhm 1,67 will der PC nicht (Gläser nicht in der Software)...
aber 1,60
bei r=20 5,3 mm
bei r=15 3,3 mm
Also ist 1,67 irgendwo dazwischen Diff/2 (? - Theoretiker schlagen mich jetzt !) wäre dann
r=20 4,85 mm (ohne Gewähr)
r=15 3,10 mm (ohne Gewähr)

Grüsse
Kai

Bild des Benutzers Mutti
Verbunden: 5. September 2002 - 0:00

Hallo Gabi !

Du schreibst "Wie kommen die Kunden damit zurecht- denn mein AO rät mir eher ab. Nun möcht ich halt einfach noch ein paar andere Meinungen hören."

Eigentlich ist das kein Thema für Ferndiagnosen. Es gibt so viel Teilaspekte dabei zu bedenken.

Ich meine 1,9 Brechungsindex lohnt sich bei Deiner Stärke absolut. Da es Dir nicht um die Bruchgefahr geht, kannst Du auch Glas nehmen. 1,9 ist das dünnste, was Du machen kannst. Wenn Du es Dir leisten kannst, nimm es doch ruhig. Kunststoff, egal mit welchem Index ist immer dicker.

Mir ist bei solchen Beratungen immer wichtig, daß die Kunden verstehen, daß sie den größten Erfolg bei der Dickenminimierung immer durch eine intelligente Fassungswahl haben. Wenn eine Fassung um eine Größe kleiner getragen wird, verringert sich die Dicke oft um mehr, als wenn man den nächstbesseren Brechungsindex kauft. Natürlich hängt das auch von der Stärke ab.

Es gibt eben Menschen, die tragen eine riesige 70er Jahre Tropfenform mit -2,0 dpt und nehmen dafür 10 mm Randdicke in Kauf.
Und es gibt Menschen, die tragen eine intelligent konstruierte Brillenfassung, die nicht zu klein aussieht und die bei 1,9 Brechungsindex mit -9,0 dpt eben nur 3,2 mm Brillenglas-Randdicke erreicht.

Warum Dein AO generell abrät, kann ich nicht so nachvollziehen. Es sind sehr, sehr wenige Leute, die mit Nebenwirkungen hochbrechender Gläser Schwierigkeiten haben. Und das sollte man erst mal ausprobieren. Bei Unverträglichkeit gibt es immer eine Kulanzlösung.
Wenn das Geld dabei keine Rolle spielt, würde ich bei dieser Stärke Glas mit 1,9 Brechungsindex wählen.
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Beste Grüße von Mutti

Bild des Benutzers Vatti
Verbunden: 1. April 2003 - 0:00

Hallo Gabi,
Natürlich bricht Glas leichter als Kunststoff. Aber die Verletzungsgefahr durch Brillengläser ist äußerst gering. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß Brillengläser aus Glas, die tatsächlich beim Tragen im Gesicht zerbrechen (extrem selten) entweder keine oder nur sehr kleine Verletzungen durch Splitter am Gesicht verursachen.
Kunststoffgläser zerbrechen zwar wesentlich schwerer, verursachen aber wenn sie im Gesicht zerbrechen (ebenso extrem selten) nach meinen Erfahrungen dramatischere Verletzungen durch lange scharfe Bruchkanten.

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alles Gute, Bernd Grambach