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Bild des Benutzers Ke4
Ke4
Verbunden: 12. Januar 2006 - 0:00
Zahlt Krankenkasse Schiel-OP ?

Guten Tag liebes Forum !

Ich "leide" unter Exophorie und würde gerne
eine Operation durchführen lassen damit sich
der Schielwinkel verkleinert. Allerdings
brauche ich etwas für die Krankenkasse (AOK...)damit sie die Kosten übernimmt.

Ich möchte die OP nicht aus Schönheitsgründen
machen lassen sondern damit ich Flugtauglich
werde. Aber das sollte die KK wohl eher nicht
erfahren.

Hat jemand einen guten Rat oder sonstigen
Tip für mich ?

Vielen, vielen Dank und liebe Grüße
Ke4

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Hallo, K4

was liegt bei Dir vor?
Exophorie = hier Synonym für nicht sichtbares Schielen, in der Art einer Exo-WF, sprich Winkelfehlsichtigkeit

Exotropie = sichtbarer Schiel:wink:el nach außen
Hier ist die OP-Diagnose vorgegeben! Im ersteren Fall muss der einweisende Arzt auf Schielen attestieren.

Für eine mögliche Flugtauglichkeitsprüfung zählt nur Funktion (z.B. Stereopsis) und nicht kosmetische Ausrichtung der Augäpfel auf ca. geradeaus. Dies kann im ersteren Fall schon ohne OP gegeben sein, im zweiten Fall (Tropie) wohl eher auch hinterher nicht. Die Krankenkasse ist dabei außen vor.

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers Linus
Verbunden: 20. Juni 2004 - 0:00

Hallo K4,
auch eine Exophorie ist eine Erkrankung (die zu Beschwerden führen kann) weshalb es keine Frage ist, daß eine Operation von der Krankenkasse des betroffenen Patienten bezahlt wird. Die Klinik bzw. der operierende Augenarzt hat kein Problem die Leistungen über die Krankenkasse abzurechnen.
Bzgl. der Flugauglichkeit kommt es auf die Klasse an, die Du erwerben möchtest. Je nachdem werden außer Stereopsis durchaus noch andere Parameter untersucht, die über die Qualität des Beidäugigen Sehens Aufschluß geben.
Wende Dich an eine Augenklinik in Deiner Nähe, die werden Dir das weitere Procedere sagen können.
Viel Erfolg

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Verbunden: 29. September 2002 - 0:00

Hallo Linus,

kannst Du mir mal schreiben, wo festgelegt ist, daß Exophorie eine Krankheit ist? Bisher bin ich der Meinung, es ist eine Fehlsichtigkeit. Denn sonst wäre auch Kurz-oder Übersichtigkeit eine Krankheit.

Gruß
Eberhard

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Ke4
Ke4
Verbunden: 12. Januar 2006 - 0:00

Hallo, und danke für die Antworten.

Es handelt sich tatsächlich um Exophorie.
Ich war schon in der Uniklinik Gießen und
laut dem Bericht ist es gut kompensiert.

Der Schiel:wink:el ist dennoch zu groß um mich
mit Tauglichkeitsklasse 1 flugtauglich zu
schreiben. Ich würde gerne operativ den
Winkel verkleinern lassen um dann doch noch
tauglich zu werden.
Die Uniklinik in Gießen braucht aber eine
Bestätigung der KK damit sie einen Termin macht. Ich würde es, wenn ich könnte, auch
privat bezahlen, aber das ist wahrscheinlich
einfach zu teuer.
Und wenn ich den Befund aus Gießen vorlege
werden die Kosten höchstwahrscheinlich nicht
übernommen, weil die Beschwerden nicht ausreichend beschrieben sind.

Viele Grüße

Edit Mein Nick ist doch Kefir (Ke4) nicht K4 *g*, aber nichts für ungut.

Bild des Benutzers Linus
Verbunden: 20. Juni 2004 - 0:00

Hallo Ke4 (sorry),
ich sehe schon, Du kennst Dich aus. In Gießen warst Du an der richtigen Adresse. Also, wenn Du keine Beschwerden hast, und den Winkel nur verkleinern lassen möchtest, damit Du Tauglichkeitsgrad 1 bekommst, ist es tatsächlich Deine Privatangelegenheit, und die Krankenkasse wird wohl eine OP nicht übernehmen.
Was eine OP als Privatzahler kostet, kann man schlecht allgemeingültig sagen. Das hängt vom Ort der OP, vom Operateur und vom Anästhesisten ab (sprich von deren Gebührensätzen). Falls es an der Klinik zu teuer ist Es gibt einige niedergelassene Augenärzte, die auch Schiel-OP´s durchführen. Frag doch mal beim BVA (Berufsverband der Augenärzte Deutschlands) mal nach, wer in Deiner Gegend Schiel-OP´s durchführt, und lasse Dir z.B. Kostenvoranschläge machen.

Gruß Linus


Bild des Benutzers Linus
Verbunden: 20. Juni 2004 - 0:00

Hallo Eberhard,
man schaue z.B im Pschyrembel unter "Krankheit". Und Ja, danach ist auch ein Refraktionsfehler als Krankheit einzuordnen.
Gruß Linus

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Verbunden: 29. September 2002 - 0:00

Hallo Linus,

Das Bundessozialgericht hat schon vor etwa 40 Jahren endgültig festgelegt, daß Refraktionsfehler nicht als Krankheit gewertet werden. Es ging damals um die Vergütung der Augenglasbestimmung bei Optikern durch die GKV.
Erst noch in der letzten Zeit erging wieder ein Grundsatzurteil, nämlich das Augenoptiker Prismen bestimmen dürfen, eben weil Heterophorie oder WF, oder assoziierte Phorie, oder wie man es auch nennen will, kein Krankheitsbild ist.

Gruß
Eberhard

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Verbunden: 7. November 2000 - 0:00

wie?
weisskittels goettliches wort ist nicht im psychorembel zu finden?
das erschuettert den glauben des patientenvolkes an die gesundheitspropheten.
kefir
probiers doch vorher mal mit einer korrektion zur wf mit brille. die wird eh benötigt, um zur korrektur des :wink:els mit skalpell zu kommen.

gruss burkhard

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Verbunden: 29. September 2002 - 0:00

Hallo Burkhard,

Sicher gibt es den Begriff in diesem schönen Nachschlagewerk. Trotz allem sind doch alle Fachleute sich dahingehend einig, daß Fehlsichtigkeiten keine Krankheit sind.

Gruß

Eberhard

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Ke4
Ke4
Verbunden: 12. Januar 2006 - 0:00

Hallo und danke für die Beiträge.

Kann jemand eine Prognose abgeben in welchem
Rahmen die OP-Kosten liegen werden ? Ich rechne
so mit 3000 - 4000 €. Wunschdenken ?

@schlinkmann Sollte ich die OP vornehmen
lassen, wird der Schiel:wink:el nochmal genau
gemessen und mitgeteilt was für eine Brille
ich brauche (mit welchem Prismaa). Vorher ist
dies nicht nötig.

Bild des Benutzers Stefano
Verbunden: 2. Juni 2003 - 0:00

Ich habe mich im Januar 2004 in Berlin bei Dr. Wulff operieren lassen (Esophorie – ist sehr gut gelaufen).
Ich habe das privat bezahlt, und ich weiß noch, dass es weniger gekostet hat.
Ich glaube es lag so bei 1.500 Euro.

Gruß Stefan

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Wobei Dr. Wulff wohl in diesem Fall eine Operation ohne vorherige Prismenbrillenkorrektion (sofern diese technisch möglich ist) nicht durchführen würde. Das ist für ihn notwendig, um mehr Sicherheit über den wahren stabilen End-Schiel:wink:el (=Operationsdosierung) zu bekommen. So möchte er auch weitere Nachoperationen möglichst vermeiden. Zudem kann sich der Betroffenen schon vor einem operativen Eingriff ein Bild machen, wie seine Sehqualität nach der Operation etwa sein wird.
Diese Kosten und den Zeitfaktor für die Vorversorgungen sollte man in dem Fall dazurechnen.

Aber um einen möglichst guten Erfolg zu gewährleisten, wäre dies für Ke4 der ideale Weg. Evtl. wird bei hoher WF (=Phorie), die Augenstellung ohne Kompensation einer Versorgungsbrille sogar zur Pseudo-Tropie, die dann einen Befund als Kassenleistung zuliefert. In jedem Fall steigt die Präzision des später zu operierenden Wertes.

2. Update

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers Ke4
Ke4
Verbunden: 12. Januar 2006 - 0:00

Nochmals vielen Dank für die vielen Antworten.
Ich werde Anfang März in Gießen, nachdem ich
3 Tage ein Auge abgeklebt habe, nochmal von
einer Orthoptistin untersucht um den max.
Schiel:wink:el zu bestimmen und wegen einer Prismenfolie für meine Brille.
@ Herr Mosch Ich glaube so oder so ähnlich war auch ihr Beitrag gemeint. Ich möchte mir
und meinen Augen natürlich einen zweiten Eingriff ersparen.

Ende März werde ich dann operiert, was zum Glück auch die Krankenkasse zahlen wird.

Viele Grüße,
Ke4

Bild des Benutzers Linus
Verbunden: 20. Juni 2004 - 0:00

Hallo Ke4,
klappt ja alles wunderbar.
Gruß
Linus

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Hallo, Ke4

Die genannte Methode ist unter Klinikern sehr verbreitet. Man erwartet durch das Zukleben des einen Auges, direkt nach dem Aufdecken einen verlässlichen OP-Wert.

Die hier bevorzugte Methode sucht den OP-Wert unter Alltagsbedingungen (sprich unter beidäugig fixierender Gebrauchsstellung) zu ermitteln. Hierzu wird kein Auge abgedeckt, sondern im Gegensatz dazu wird mit beiden Augen und einem prismatischen Ausgleichswert in der Brille das Fixationssehgleichgewicht eingepegelt. Dieser Vorgang kann auch mehrere Einzelschritte umfassen, wenn sich unter beidäugiger Fixierung der zuerst ermittelte Wert als instabil und im schlimmsten Fall als falsch erweist. Denn ein nach anfänglicher Konzeption falscher Wert wäre sonst ja längst operiert. Eine OP nach Marlow-Verband ist demnach eine kostengünstigere und schnellere Lösung, aber keinesfalls unumstritten.

Das störenste Risiko wären bleibende Doppelbilder schon in Folge einer Untersuchung mittels Marlow-Verband. Auch im Gefolge eines so operierten OP-Faktors, könnten solche auftreten. Schon bei kürzerem Prismentrageversuch fällt dies Risiko dagegen weitaus geringer aus und wird mit zunehmender Tragezeit (ca. ab 6 Monaten) eher unwahrscheinlich.

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers hannah2206
Verbunden: 9. September 2005 - 0:00

ZitatOriginal erstellt von Paul-Gerhard Mosch
Hallo, Ke4

Die genannte Methode ist unter Klinikern sehr verbreitet. Man erwartet durch das Zukleben des einen Auges, direkt nach dem Aufdecken einen verlässlichen OP-Wert.

Zitatende

Die hier - WELCHE METHODE IST DENN DAS??? bevorzugte Methode sucht den OP-Wert unter Alltagsbedingungen (sprich unter beidäugig fixierender Gebrauchsstellung) zu ermitteln. Hierzu wird kein Auge abgedeckt, sondern im Gegensatz dazu wird mit beiden Augen und einem prismatischen Ausgleichswert in der Brille das Fixationssehgleichgewicht eingepegelt. Dieser Vorgang kann auch mehrere Einzelschritte umfassen, wenn sich unter beidäugiger Fixierung der zuerst ermittelte Wert als instabil und im schlimmsten Fall als falsch erweist. Denn ein nach anfänglicher Konzeption falscher Wert wäre sonst ja längst operiert. Ein phorisches Schielen wird i.A. sowieso nicht operiert, eine OP ist meist erst dann notwendig, wenn eine im allgemeinen nicht behandlungsbedürftigte Phorie mit Hilfe von Prismenbrillen zu einem dann wirklich medizinisch behandlungsbedürftigen manifenstem Schielen "therapiert" wurde-,
im Fall des Forumsteilnehmers interessieren aber wohl irgwendwelche manifest krankmachenden Prismenbrillen, der weiss offenbar gar nix über Augen und Sehen, sonst würde er ja wissen, dass seine Flugtauglichkeit allein von seinem räumlichen Sehvermögen und nicht von irgendwelchen Eso- oder Exophorien abhängt.

Aber dieses Forum ist ja mittlerweile bekannt dafür, Brillenfakern und ähnlichen Betrügern Hilfestellung zu geben dabei, sich auf Kosten der Allgemeinheit sinnlose Versicherungsleistungen zu erschleichen.
Vielleicht sollte man mal das Bundeaufsichtsamt auf dieses Forum hinweisen, hier werden "Tips" gegeben, wie man Beiträge der gesetzlich Versicherten sinnlos verschwenden kann, da fällt einem nix mehr zu ein...
ach PG und Eberhard vergesst bitte nicht, meinen Beitrag zu löschen, tut Ihr doch immer gern mit allem, was nicht Eurer persönlichen Meinung entspricht, bisher wart ihr aber leider (??) immer zu langsam -die Mehrzahl der Forumsteilnehmer war schneller im Verabschieden aus einem Forum, in dem sich die Experten selbst genug sind. Viel Spass weiterhin bei Euren rein privaten "Experten"-Diskussionen

nichtVerband ist demnach eine kostengünstigere und schnellere Lösung, aber keinesfalls unumstritten.

Zitat Anfang P.G. Mosch

Das störenste Risiko wären bleibende Doppelbilder schon in Folge einer Untersuchung mittels Marlow-Verband. Auch im Gefolge eines so operierten OP-Faktors, könnten solche auftreten. Schon bei kürzerem Prismentrageversuch fällt dies Risiko dagegen weitaus geringer aus und wird mit zunehmender Tragezeit (ca. ab 6 Monaten) eher unwahrscheinlich.
Zitat ende


Editiert, so daß es etwas übersichtlicher wurde, was zitiert ist.
Eberhard

Bild des Benutzers Ke4
Ke4
Verbunden: 12. Januar 2006 - 0:00

Guten Tag,

also die Flugtauglichkeit hängt sehr wohl von
Eso- und Exophorie ab.

Siehe dazu Jar-Fcl 3, Seite 19 http://www.lba.de/deutsch/betrieb/luftpersonal/vojarfcl/jarfcl3.pdf

Ich habe bisher versuchsweise ein 12° und ein 14° Prisma auf meiner Brille getragen.

Bild des Benutzers Linus
Verbunden: 20. Juni 2004 - 0:00

Hallo an alle,
es wird keinesfalls der zu operierende Winkel nur von dem Wert nach Marlow-Verband abhängig gemacht Selbstverständlich gehören zur Entscheidung noch andere Werte und Ergebnisse sowie Erfahrung hinzu!
Ja, es besteht ein Risiko, daß nach Marlow der Schiel:wink:el dekompensiert, d.h. daß der Patient den Winkel nicht mehr selbst ausgleichen kann und ztw. Doppelbilder vorhanden sind, darüber wird der Patient natürlich entsprechend aufgeklärt. Die Doppelbilder sind jedoch nur vorübergend; die verbleibende Zeit bis zur OP kann ohne Probleme mit entsprechenden Prismenfolien überbrückt werden.
Gruß

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Verbunden: 29. September 2002 - 0:00

Hallo Linus,

so kenne ich Dich doch nur. Du stehst auch auf unserer Seite

Der zitierte Text oben ist nur in Bruchstücken von Paul-Gerhard, der große Rest ist von Hannah geschrieben, sehr irreführend, nicht wahr?

Viele Grüße
Eberhard

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Andreas Polzer
Verbunden: 1. März 2000 - 0:00

Allgemeine Information

Das Mitglied "hannah2206" wurde soeben gesperrt.

Der Grund erschließt sich aus dem zuletzt verfasten und mit Zitaten versehen Beitrag der besagten Person.
Ein solcher Umgangston wird in diesem Forum nicht akzeptiert.

Andreas Polzer

Bild des Benutzers Linus
Verbunden: 20. Juni 2004 - 0:00

Hallo Eberhard,

ganz verstanden habe ich Deine Bemerkung nicht. Aber ich gehe davon aus, daß sie freundlich gemeint ist.

Als Orthoptistin steht man häufig zwischen mehreren Stühlen. Ich versuche, einen guten Mittelweg zu finden, der in erster Linie dem Patienten hilft. Dafür schöpfe ich aus allen über Aus-, Fort-, Weiterbildung und Erfahrung gewonnen Ressurcen.

Ich glaube sagen zu können, daß meine Patienten dies zu schätzen wissen.

Es grüßt
Linus


Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Verbunden: 29. September 2002 - 0:00

Hallo Linus,

so wir wir hier im Forum zusammen arbeiten, ich meine Du und Deine Kolleginnen als Orthoptistinnen und auf der anderen Seite wir Augenoptiker, wünsche ich mir oft die Zusammenarbeit auch mit den Augenärzten, nur zum Wohle der Patienten und ohne Hickhack untereinander.

Viele Grüße
Eberhard

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Hallo, Linus

ich habe auch gestutzt, wie Eberhard Dich gleich vereinnahmt hat, aber eine Tatsache ist, dass wir uns freuen, wenn Du hier schreibst und besonders, "wie" Du schreibst.

Herzlichen Dank!

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers Linus
Verbunden: 20. Juni 2004 - 0:00

OK, ich versuche mein Bestes, so daß es den Betroffenen nutzt.
Grüße

Bild des Benutzers Ke4
Ke4
Verbunden: 12. Januar 2006 - 0:00

Hallo liebe Leute,

bin am vergangenen Dienstag bereits operiert worden. Heute, 3 Tage danach, ist schon so gut wie alles in Butter. Das rötliche in meinem Auge verschwindet, ich sehe räumlich und Doppelbilder sehe ich nur nachdem ich geschlafen habe bzw in größerer Entfernung.
Einzig die Sehschärfe ist noch nicht so 100%ig
wie vorher, ist alles noch etwas verschwommen auf dem linken Auge. Aber ich nehme mal an, das auch das in ein paar Tagen wieder in Ordnung ist.

Bin sehr zufrieden wie alles in Gießen geklappt hat. Das gesamte Team, Schwestern Ärzte und Orthoptistinnen, war sehr
freundlich und hilfsbereit.

Vielen Dank nochmal an alle hier im Forum und die Menschen in der Uni-Augenklinik Gießen.
Ke4

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Hallo, Ke4

Herzlichen Glückwunsch zur überstandenen OP! Wenn Dir noch Fragen offen bleiben sind wir gerne zur Antwort bereit.

Ansonsten ein schönes Wochenende, allseits!

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Jetzt kamen mir selbst aber noch einige Fragen. Weshalb konntest Du so plötzlich operiert werden, und wie ist die Vorbereitung zu der OP letztendlich gelaufen? Ist das Auge evtl. garnicht länger abgeklebt worden?

Es wäre schön, wenn Du uns dies noch mitteilst. Danke!

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers Ke4
Ke4
Verbunden: 12. Januar 2006 - 0:00

Guten Tag Herr Mosch,

ich habe mich bereit erklärt spontan für
jemanden einzuspringen, falls durch Krankheit
oder sonstiges ein OP-Termin frei wird. Was
sich auch gelohnt hat, denn ich bin so 2 Monate
vor meinem eigentlichen Termin dran gekommen.

Anruf kam am Freitag Morgen mit der Frage ob
ich kommen möchte, und wenn ja, dann ein Auge abkleben. Was ich getan hab (rechte)

Mir war bis dahin nicht annähernd klar was für eine Behinderung es ist, nur ein Auge zur Verfügung zu haben.

Anreise war dann am MO gegen Mittag. Nachdem
ich mich auf Station häuslich eingerichtet hatte, begannen die Untersuchungen. Zuerst durch eine Orthoptistin die den Schiel:wink:el gemessen hat, eine andere hat mir kurze Zeit später riesige Glasbaustein-Prismen auf meine Brille geklebt. Hatte die ganze Zeit Angst das meine Brille runterfällt bei dem Gewicht vorne dran. Hab dann geguckt wie ein Fisch. Ein Auge links das andere rechts. Zwischendurch hat noch eine Ärztin mit einem Mikroskop in die Augen geschaut und mir die OP und die Risiken erläutert. Der Anästhesist
hat mir erklärt was es mir der Narkose auf sich hat, und welche Risiken bestehen.
Und gegen 17 uhr war dann die Besprechung mit dem operierenden Arzt.

Di war dann die OP und MI wurde ich nach einem erneuten Check wieder entlassen.

Das war jetzt ein ziemlicher detailierter Bericht, von den Untersuchungsmethoden hab
ich aber trotzdem nicht viel Ahnung. Sollten
da noch fragen offen sein, nur her damit.

Viele Grüße vom Ke4

PS Eine Frage hab ich noch Meine Sehschärfe auf dem linken Auge ist zurzeit ca. 80-90% . Normal sind eher 100-125%. Wie
lange kann es dauern bis das wieder normal ist ? Die Rötung im Auge ist verschwindet
deutlich von Tag zu Tag, und ich habe Kanamytrex-Tropfen (die ich schon hin und wieder vergessen habe zu tropfen....)

Bild des Benutzers Paul-Gerhard Mosch
Verbunden: 26. Juli 2002 - 0:00

Das ist ja ganz prima gelaufen.

Bei einer OP am Arm oder Bein, wäre eine Funktion nach nur einer Woche sicher auch nicht besser.

Es kann durchaus sein, dass durch die geänderten Zugkräfte am Augapfel, die Hornhautkrümmung geändert wurde. Dies könnte zu anderen Glaswerten führen. Zur Zt. aber wird dies durch Restschwellungen am Auge sicher noch überlagert, was gleichfalls zu anderer Sehschärfe führt.

Mind. 4-6 Wochen Geduld solltest Du haben, dann kann die Sehschärfe neu vermessen werden. Aber man sollte auch danach noch auf Änderungen gefasst sein. Nach 3-6 Monaten kann man mit stabilen Werten rechnen. Ob und wann man sich -falls erforderlich- die Brille neu anmessen lässt, hängt sicher von den Anforderungen an das Sehen und auch von den persönlichen Wünschen ab.

Viele Grüße:

Paul-Gerhard Mosch (PGM)

Bild des Benutzers Linus
Verbunden: 20. Juni 2004 - 0:00

Hallo Ke4,
herzlichen Glückwunsch zu Deinem schnellen Entschluß. Wie man sieht hat sich das gelohnt!
Das operierte Auge wird bald wieder das normale Sehvermögen haben. Was ich meinen Patienten noch sage ist, daß das Auge noch eine Zeit lang schneller auf äußere Reize reagieren kann, allso bei Wind und Wetter usw. schneller gerötet sein kann als das nicht operierte. Vielleicht ein nützlicher Hinweis.
Grüße
Linus