Ab wann eine OP?
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Hallo,
bisher habe ich in diesem Forum nur als stiller Leser teilgenommen. Nun hätte ich Sie gerne auch um Rat gefragt.
Meine Probleme begannen vor ca 15 Jahren. Es traten bei mir Sehstörungen auf, Lichtempfindlichkeit, verschwommener Text beim lesen, des öffteren Kopfschmerzen und vor allem Doppelbilder die z.B Autofahren unmöglich machten.
Der Augenarzt stellte ein Auswärtsschielen fest und versuchte es dann mit verschiedene Prismenfolien auf der Brille und später dann mit einer Prismenbrille.
Als es über die Jahre immer schlechter wurde wurden die Prismen von ca. 3 pro Seite erhöht bis auf 6 oder 8.
Später entschied ich mich damals schließlich zu einer OP im Freiburger Uniklinikum. (So ca. vor 12 Jahren)
Danach war alles prima. Aber halt auch nur eine Weile! Es kamen wieder die Kopfschmerzen und die Doppelbilder.
Heute bin ich 38 Jahre alt und die Probleme damit werden immer mehr.( Vor allem Kopfschmerz und Doppelbilder)
Meine Brille:
Glas rechts: : F +0.00 -1.25 10° Pr6/180 H 17,00
Glas links: : F+0.00 -0.75 175° Pr6/0 H 17,00
Kürzlich machte ich beim Optiker meines Vertrauens eine Messung nach Mess-und Korrektionsmethode nach H.J.Haase.
Es kam ein Wert von 26 Dp insg. raus.
Innerlich habe ich mich schon für eine zweite OP entschieden!
Meine Fragen:
1. Ab welchen Wert raten Sie zu einer OP? ( Sind 26 zu wenig oder mit Brille in Griff zu bekommen?)
2. Brillendicke bei 13 Dp pro Seite?
(Die jetzige mit 6 Dp pro Seite ist schon ziemlich dick. Denke eine mit 13 Dp ist dann schon ein mords Klotz und damit etwas unästhetisch!)
3. Was zahlt Krankenkasse? ( Vor 12 Jahren zahlte Krankenkasse alles. Müßte nur KKHTagessatz von 17 DM damals zahlen:)
4. Habe gelesen man kann sich nur zwei mal insgesamt operieren lassen. Stimmt dies?
Liebe Grüße
Micha72
Hallo Micha,
Du musst unbedingt bevor eine neue OP durchgeführt wird, die höheren Prismen einige Zeit beschwerdefrei in der Brille tragen. bis 30 cm/m etwa, also 15 pro Seite ist eine Brille machbar, danach müssen Folien dazu gebracht werden, falls die Prismen noch höher werden müssen. Ohne diese OP_Vorbereitung ist die OP sicher wieder zu gering.
Gruß
Eberhard
Hallo Micha,
ich kann Eberhard nur zustimmen. Gerade bei Außenschielern ist der Winkel oft enorm, Und je jünger man bei der ersten OP ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man in späteren Jahren nochmal unters Messer muss. Deshalb kann mein bei Exo-SchielKindern in der Regel auch zuwarten mit der OP, denn bei intermittierenden Exo-Schielern besteht kaum Gefahr von Visusverlust auf dem Schielauge und auch das Stereosehen ist in der Regel gut ausgebildet.
Und da Du Schieler bist, übernimmt die KK nach wie vor die Kosten, wenn Du von einem Arzt mit Kassenzulassung operiert wirst. Und auch die Prismen werden von der KK bezuschusst, wenn die Diagnose Strabismus gestellt wird und die Prismen von einem Augenarzt verschrieben werden. Vielleicht findest Du einen AA, der mit Deinem Optiker kooperiert. D. h., der AA stellt die Diagnose und verschreibt die Prismenbrille, der Optiker misst noch mal nach, schließt sich bei Differenzen ggf. mit dem AA kurz und dann kann die Brille angefertigt werden.
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Micha,
zu einer OP wird geraten, wenn der Winkel stabil ist. Knapp 35 bis 40 Prismendioptrien kann man auf einmal wegoperieren. Und man wird, wenn es notwendig ist, auch öfter operiern, als nur zweimal.
LG
A.M.
Hallo, Micha,
ich trage gerade in Vorbereitung meiner OP (Innenschielein) eine Prismenbrille mit 11 pdpt je Glas, nachdem man 25 pdpt gemessen hatte. Jetzt kommt noch eine 10er Folie dazu, denn in der Nachuntersuchung wurden nach rund 6 Wochen bereits 35 pdpt gemessen, die nun wegoperiert werden sollen. Ob und welcher Restwert nach dser OP wieder auftritt, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist es für mich kaum vorstellbar, auf Dauer mit der starken Prismenbrille zu leben und bin sehr froh, dass es die Möglichkeit dieser Operation gibt. Jedoch muss das wohl jeder für sich entscheiden. Taste dich doch einfach langsam heran an die Sache und fälle die Entscheidung, wenn du deine neue Prismenbrille eine Weile getragen hast.
Ich wollte dir eigentlich nur sagen, dass meine Brille mit jew. 11 pdpt einen genau 1 cm dicken Rand hat an der dicksten Stelle und überhaupt nicht so schlimm aussieht, wie ich zuvor befürchtete. Dabei sind da noch Minuswerte von rund -7 dpt eingearbeitet! Ich trage recht kleine ovale Gläser, um die die Dicke auf ein Minimum zu reduzieren. Allerdings kann so eine Brille sicherlich nur ein spezialisierter und erfahrener Optiker so gut herstellen (die Kette mit dem großen "F" verweigerte sogar die Einarbeitung von 5 pdpt wegen angeblicher 3 cm Randdicke!)
Allet Jute aus Berlin
Miri
Hallo Micha,
Operateure gibt es genug. Zumindest jede Uni-Klinik, aber auch alle Schiel-Operateure sind zu nennen.
Wenn Du noch die Möglichkeit hast bei Wieditz oder gar Wulff operiert zu werden, hat Dir Dein Augenoptiker einen Fuß in eine Tür gesetzt, die für viele schon geschlossen ist. Wulff operiert nur noch eigene Patienten und greift darüber hinaus noch Patienten auf, die von ausgewählten Augenoptikern kommen, deren Arbeit er seit Jahren kennt und als eindeutig positiv bewertet. Entsprechend vorbereitetes Patientengut ist für ihn deshalb auch heute noch akzeptabel.
Ohne weiteren Operateuren weh tun zu wollen, ist mir z.Zt. nur noch eine weitere sehr gute Alternative bekannt.
Ähnlich dem Spielen beim Fussball kann ich mich an Operateure wenden, die in unterschiedlichen Ligas spielen. Champions-League ist da eine Klasse für sich. Deshalb betrachte es als Vorrecht.
Die Schärfenprobleme können an der jetzt deutlich erhöhten Teilkorrektion liegen (der Gesamtfehler scheint ja weit höher zu sein), aber auch andere Ursachen haben. Hier kann Dir nur der Kollege letztlich helfen. Wenn Dich z.Zt. beim einäugigen Sehen auch noch Farbsäume und andere Dinge stören, liegt es nahe, dass die Eingewöhnung noch voll im Gang ist.
Champions League heißt hier:
- Ausbildung zum Augenoptikermeister und staatl. gepr. Augenoptiker, bei oben genannten Personen noch unter Hans-Joachim Haase / Berlin
- Facharztstudium Ophtalmologie mit Schwerpunkt Strabismus
- Tätigkeit seit über 25 Jahren als Operateur für Schieler und Winkelfehlsichtige
Dieser Erfahrungsschatz wird in der Ophtalmologie behindert, bekämpft und er ist weithin verpönt. Entsprechend gering ist die Ausbeute an "nur" Ophtalmologen, die sich diese Kenntnisse vielfach erst auf Umwegen zugängig mach(t)en und dann leider auch immer nur Scheibchenweise erarbeiten können. Erschwerend kommt hinzu, dass sogar die konventionelle Strabismuslehre mangels Bezahlung in Deutschland so gut wie brach liegt. Es gibt, so habe ich gehört, z.Zt. nur noch eine offizielle Lehrstätte? Man überläßt dies inzwischen dem medizinischen Hilfsberuf der Opthoptist(inn)en, die im Westen(!) schon immer nur einen Teilbereich der Augenglasbestimmung unter der Hoheit eines Facharztes abdecken durften. (Meiner Meinung nach kann da nur vieles schief laufen)
(update)
oh, Fehl-Beitrag von mir ... Kann ich irgendwie nicht wieder löschen...
Hallo Micha,
es gibt keine Abrechnungspositionen für die MKH. Deshalb ist auch hier keine Krankenkassenleistung möglich!
Dr. Wieditz arbeitet sonst als Kassenarzt, Dr. Wulff ist Privatarzt.
Hallo Micha,
zur OP in der Schweiz kann ich Dir keine Hilfe anbieten, ich weiß es schlicht nicht.
Dr. Urs Schmied (Schweiz) operiert, so hat er es mir persönlich gesagt, nur die horizontalen Werte. Bei Höhenwerten arbeitet er mit einer Klinik zusammen, der er die Werte zur OP vorgibt, die wohl selber aber nicht nach MKH das Sehen messen kann. Dies ist aus meiner Sicht nicht optimal, aber mit dieser Option muss man eben fast überall rechnen, wenn übliche Operateure aufsucht werden. Natürlich gibt es dann Ops´, die sehr unterschiedlich ausfallen können. da die Kriterien vom Operateur selbst nicht nach den Regeln der MKH überprüft und nachgemessen werden können und somit nur mehr Schiel-OP Standart verkörpern. Was ja nicht gänzlich falsch ist.
In Metzingen gibt es einen Arzt, der die MKH kennt, aber meines Wissens inzwischen eine eigene Methode im Messen und Korrigieren bevorzugt, die sich nur an der MKH anlehnt. Leider, persönlich schicke ich dort deshalb keine Kunden mehr hin. Aber ähnliches erlebt man betreffs der Messungen ja auch bei Optiker Kollegen.
Was kann geschehen?
Allermeist wird zu wenig bei der OP erfasst, da der Operateur den nach MKH ermittelten Prismenwerten misstrauen wird. Es ist schon ein Springen über den eigenen Schatten, wenn man mit anderen Methoden nur weit geringere Prismenwirkungen ermittelt und dann nach MKH Dosierung operieren soll. In der Folge ist halt weniger weg! Über die Ursache wird man allermeist nur spekulieren können.
Manchmal liefern andere Messmethoden aber auch höhere Werte und es wird evtl. vorschnell oder mittels nicht idealer Technik operiert. Über krasse Fälle erfahren wir dann z.B. auch hier bei nicht mehr zu beseitigenden Doppelbildern nach einer Schiel-Op,.Und unter diese Kategorie fällt auch die Op bei operationswürdigen Werten nach MKH-Korrektion.
Ich hätte die OP gerne aus einer Hand, wo sauber nach MKH gemessen wird und gleichfalls eigenhändig operiert wird. Dies findet sich leider nur bei sehr wenigen Adressen, aber diese sind dann auch zu empfehlen und verfügen i.d.R. über jetzt schon Jahrzehnte lange Erfahrung auf diesem Spezialgebiet. Natürlich könnten es mehr sein, aber bei dem berufspolitischen Widerstand aus den eigenen Reihen wagen sich nur sehr wenige junge Fachärzte an die MKH heran. Und damit sind sie ja noch keine Operateure in Sachen Schielen. Hinzu kommt, das Schiel-Ops sehr schlecht vergütet werden und so auch dieser Anreiz völlig entfällt. Deshalb finden sich kaum noch Operateure zu Kassenleistungen auf diesem Gebiet oder es wird an Zeit und Technik bei der OP gespart, ein heikles Unterfangen und i.d.R. nicht mehr nachprüfbar.
Alles Gute! Und wie klappt es denn inzwischen mit der Brille?
Hallo Micha,
das hört sich ja gut an. Und Remshalden, da gibt es eine Topp Adresse.
Alles Gute!
im Sommer habe ich bei ersterem 10 Wochen Wartezeit gehabt. Das ist wohl normal. Ob sich daran aktuell etwas geändert hat, weiß ich nicht. Ein Anruf bei den netten Praxismitarbeiterinnen sollte genügen, um das zu erfragen.
LG
Miri
Hallo Micha,
warum brauchst Du ein Hotel in der Nähe der Klinik? Jedenfalls gibt es die, sogar für ca 57 Euro pro Nacht inklusive Frühstück....und zum Kudamm nur ein Katzensprung....wenn mir der Name des Hotels wieder einfällt, meld ich mich....
viele Grüße
Kerstin
Erstmal herzlichen Glückwunsch zur OP.
Etwas Zeit solltest Du Dir erstmal gönnen. Alles Gute!
Ich hatte nach meiner OP den starken Mann gespielt und meine Augen deutlich überfordert, dass war nicht gut! Aber heute lange Vergangenheit. Auch ein Augenmuskeleingriff fordert sein Recht. Was gab es bei der Entlassung für Messwerte?
Welche Brille kann jetzt getragen werden und wie sieht es mit Sonnenschutz aus?
Wenn Dir der Augenarzt keine klärende Diagnose geben konnte, dann solltest Du sie hier bei cosmiq erst recht nicht erwarten. Grundsätzlich meine ich aber, dass zunächst eine Brille oder Kontaklinsen einer OP vorgezogen werden sollte, vor allem dann, wenn garnicht klar, was genau operiert werden soll. Im Zweifelsfall solltest Du Dir ein sog. "zweite Meinung" einholen - von einem anderen Augenarzt.
Korrekte Prismenmessung nach 3 - 6 Monaten, macht Sinn. Erhöhte Lichtempfindlichkeit ist eines der frühest möglichen Symtome bei WF (schon bei Kleinstkimdern). Jetzt aber auch noch in Folge des OP-Eingriffs möglicher Weise verstärkt.







) und das Gewicht der Brille, das ganz schön an den Ohren zieht 
Bis 30 cm/m etwa, also 15 pro Seite ist eine Brille machbar.
Das heisst über 30 Dp wird zu einer OP geraten wenn ich das richtig verstanden habe.
2. Brillendicke bei 13 Dp pro Seite?
4. Habe gelesen man kann sich nur zwei mal insgesamt operieren lassen. Stimmt dies?
Hat hierdrauf noch jemand eine Antwort?
Viele Grüße