Tageszeitabhängige asthenopische Beschwerden (reloaded)
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Hallo Forum!
Ich benötige eure Ratschläge sowie Hinweise auf professionelle Hilfe für ein neues altes Augenproblem, das mich derzeit wieder fest im Griff hat und mich stets aufs Neue mit spielerischer Leichtigkeit an den Rand der Arbeitsunfähigkeit (bzw. Studienunfähigkeit; bin Doktorand) drängt.
Die Symptome bestehen in rasch überanstrengten Augen bei allen Nahsehtätigkeiten, einem Spannungsgefühl in der Augengegend und mühseligen Blickwechseln. Das größte Asthenopiepotential besteht dabei aber in der ersten Tageshälfte, d.h.: Würde ich diesen Beitrag abends schreiben, würde er wesentlich weniger Schaden anrichten als er es jetzt tut.
Ferner sind nicht nur Nahsehtätigkeiten Asthenopieauslöser, gerade an schlechten Tagen genügt es schon, wenn ich mir morgens die Haare oder das Gesichte wasche, womit ich mir den ganzen Tag verderben kann und was ich deswegen nolens volens so lange wie möglich aufschiebe.
Ich bin mit meinen Problemen bereits vor einigen Jahren unter einem anderen Pseudonym an dieses Forum herangetreten. Der bisherige Verlauf sieht so aus:
- Erstes massives Auftreten der Problematik in der jetzigen Form Ende 2004; orthoptistische Untersuchungen ergebnislos.
- Ab Mitte 2005 Prismenaufbau via MKH und Anfang 2006 Schiel-OP (36pdpt BA).
- Nach postoperativem Prismentanz und im Wesentlichen unverminderten Beschwerden Wechsel zu meinem derzeitigen Optometristen im September 2006, der mich rasch auf etwa 8pdpt BA sowie 1-2pdpt in der Höhe stabilisiert, woraufhin meine Probleme schnell an Brisanz einbüßen und schließlich ziemlich vollständig verschwinden (von gelegentlichen Intermezzi einmal abgesehen).
Die Brillenwerte haben sich seitdem (ach ja: -10dpt links, -9dpt rechts) trotz engmaschiger Kontrolle kaum verändert und stimmen nach den Angaben meines Optometristen auch jetzt noch. Was mir aber nicht hilft, denn seit November 2009 kehrt die Asthenopie immer wieder schubartig zurück...
Ich bin ziemlich ratlos.
Hydroxid
P.S.: Ich bin 26 Jahre alt.
Hallo,
wann ist denn die letzte MKH-Messung gemacht worden? Auch wenn bei Dir 36 pdpt operiert wurden, heisst es nicht, das alles damit geschafft wurde, was sich ja schon mit den 8 pdpt zeigte.
Gruß
Eberhard
Hallo,
Asthenopische Probleme können gerade bei anstrengender Nahtätigkeit, vor allem bei der Endphase eines Studiums oder vor anderen Prüfungen erneut auftreten, auch nach längerer "Pause".
Zudem kann ich nicht glauben, dass bei der letzten Augenprüfung nichts anderes herausgekommen ist, als die bisherigen Prismenwerte, nicht bei Deinen Symptomen. Lasse es nochmal überprüfen.
Gruß
Eberhard
Ich stimme Eberhard voll zu!
1) die Probleme wurden mittels Brillenkorrektion (einschl. OP) abgefangen. - Ursache: Sehstress ist bekannt und durch damalige Brille fast ganz abgestellt worden.
2) Stress begleitet ganz sicher z.Zt. Dein Studium und stößt damit in alte Wunden. - Das kann wehtun!
3) Naheliegend bleibt aber bestehen, dass ein WF-Gleichgewicht im Laufe von Jahren ganz sicher auch Schwankungen unterliegt, Diese müssen nicht gravierend sein, aber sie sind da.
4) Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Probant als Prüfling, aus den gemachten Erfahrungen, dicke Brillengläser, Op etc. bei den Testen lieber fünf gerade sein lässt, anstatt, wie ein Dedektiv noch bestehende Lücken aufzuspüren, was besser wäre! Zudem kann allgemeine Erschöpfung etc. ein übriges bewirken, man ist mit den Testbildern zufrieden. - Aber auch der Prüfer kann im Anbetracht der Leidens- und Lebensgeschichte keine Akribie in das Aufsuchen von Restfehlern stecken und so die früher bewährten Stärken gerne übernehmen wollen. Aufgrund der Kurzsichtigkeit und der damit verbundenen Gesamtstärke durchaus auch für mich nachvollziehbar.
Aber bei den jetzigen Beschwerden gilt es genauer nachzuforschen - eine Ursache ist ganz sicher zu finden.
Alles Gute!
Ich stimme Herrn Mosch und Herrn Luckas voll zu. Schwankungen im BOS können vorkommen, das ist normal. Und jetzt der Stress mit der Doktorarbeit der dazu kommt. Die MKH wurde in Ferne und Nähe durchgeführt?
Lieber Hydroxid,
zu 1. Die Höhe scheint nicht exakt bestimmbar am Hakentest. Was sagt den der Kreuztest, der Zeigertest und der Valenztest aus? Da lassen sich Höhen gut feststellen.
zu 2. Ich bin eine Niete in physikalischer Optik. Da müssen die mitschreibenden Augenoptiker ran.
MfG
A.M.
Hallo,
ob das tieferstehende Auge nach unten schielt oder rein anatomisch tiefer ist, ist doch gar nicht geklärt. Alleine mit dem Wert von 2-3mm kann man nichts anfangen.
Aber: pro 1 cm/m gibt es eine Blickauswanderung von ca. 0,25 mm, dann wären es bei 3 mm Tieferstand 12 cm/m B oben!
Gruß
Eberhard
Nur mal so ne Frage. Wurde mal die Messbrille mit Kopf auf Duchblickshöhe und Seitenabstand vermessen? Bei den hohen sphärischen Werten und der prismatischen Komponente kann hier alles oder nichts stimmen! Beim Video-Zentriersystem die Zentrier-Kreuze der Messbrille vor den Messgläsern (augenferne Seite) einbringen und Messbrille so justieren, geht nur, wenn man eine einzeln höhenjustierbare Messbrille besitzt.
Sonst muss umgerechnet werden, aber alle diese Umrechnungen erhöhen das Fehlerpotenzial. Ein weiterer Faktor ind hochbrechende Brillenlinsen, die bei zusätzlichen prismatischen Komponenten zusätzliche Abbildungsfehler beherbergen.
Idealer wäre KL-Korrektion (sph Werte) und darüber dann >neu< eine Prismenbrille in Kombination anmessen.
Ich denke eher, dass der Höhenfehler nicht niedriger, sondern höher ist, dies sagt mir aber nur (nicht entscheident) mein Gefühl. Denn dann kann man sich sicher auch schnell auf niedrigere Prismenwerte in der Höhe einstellen. Evtl. geht nur die Kopfschiefhaltung in eine geringfügig stärkere Neigung.
Die Fehler müssen am waagerechten Zeiger (nicht am Doppelzeiger, der ist zu unempfindlich) und am Valenztest, neben dem Hakentest, gesucht und gefunden werden. Dazu gehört aber unbedingt die Beachtung der Messbrillenposition vor den Augen und die präzise Umsetzung in die Korrektionsbrille, per Umrechnung oder in gleicher Position zu den Augen (bei sph ca. 10 dpt. nicht ideal).
Kann Dir hier Dein AO nicht entsprechend präzise weiterhelfen, solltest Du Deinen Ansprechpartner wechseln. Zur Beurteilung der jetzigen Korrektion hilft es auch, wenn Du über die Brille im Wechsel der Pol-Filter beurteilen kannst, ob am Hakentest (zwingend Fixierung des Ringes, hierbei müssten beide Haken leicht blasser erscheinen) die Höhe wirklich voll stabil stehen bleibt. Bitte mehrmals wechseln und auch andere Teste Kreuztest etc. zu Rate ziehen.
Lieber Hydroxid,
meine Erfahrung zum Thema Sehbeschwerden am Morgen.
Auch ich habe mich jahrelang damit gequält, zum Teil bin ich mit Augen- / Kopfschmerzen aufgewacht. Niemand wusste so recht Rat, denn eigentlich müssten sich die Augen in der Nacht ja erholen.
Des Rätsels Lösung: Bei mir waren die Augen (am Morgen) nur ein Symptom, die Ursache war Unterzuckerung… Ich habe tagsüber ganz einfach zu wenig gegessen (Stress, wegen dem Studienabschluss, daraus resultierende Nervosität…). Die Energiereserven haben tagsüber schon kaum gereicht und spätestens in der Nacht bin ich dann unterzuckert. Seit mir das klar geworden ist (bzw. mein Freund das beobachtet hat), achte ich sehr auf regelmäßige Nahrungszufuhr mit komplexen Kohlenhydraten (Vollkorn, Zucker ist tabu) und es geht mir viel besser. Meine Augen sind um ein vielfaches leistungsfähiger und die Kopfschmerzen sind (fast) verschwunden. Leider habe ich auch zugenommen … Das ärgert mich sehr, aber ein klein wenig Speck um die Hüften ist viel lebenswerter als schlank mit Augenproblemen und ständige Kopfschmerzen.
Fazit: Meine Augen benötigen offensichtlich viel Energie und reagieren ungehalten auf einen Mangel. Regelmäßiger Energienachschub ist deshalb unerlässlich. (Ähnliches wird häufig auch bei Migräne-Patienten, im Bezug auf ihr Gehirn, gesagt.)
Vielleicht hilft Dir mein Bericht.
Viele Grüße G.
Hallo Granosana,
die Augenmuskel haben als Organ die zweitbeste Durchblutung des Körpers. Dies besagt unmissverständlich wie enorm der Energieumsatz im Sehen ist. Keine Frage!
Laß medizinisch alles abklären, wenn´s nicht fruchtet, bleibt WF übrig. Und danach sieht es bei Dir jedenfalls aus! Denn das Beschwerdebild war mal deutlich günstiger und mit Deinen Gesamtkorrektionswerten klappt das nur, wenn eben alles passt.
NRW ist groß, wo bist Du zu Hause?
Hallo Hydroxid,
ich vermute mal dass sich die Phoriewerte geändert haben. Sicher stimmen die Prismen nicht mehr. Den Effekt hat man häufiger. Der Spasmus in den Augenmuskeln löst sich und läßt nach und nach und derart verändern sich auch die Prismen. Einfach eine MKH machen lassen und die Brille über den Linsen entsprechen anfertigen lassen.
LG
A.M.
... ich möchte mich der Meinung von AgnesMaria anschließen, mit dem Hinweis:
Natürlich ändern sich keine Prismen (weder in der Brille, noch im Gesamtfehlerspektrum der Augen), sondern die unter hoher phorischer Belastung ermittelten Brillenwerte waren ein erster richtig positiver Schritt nach vorn, Keiner weiß z.Zt., wieviele und wie große Anpassungen hier noch von Nöten sind. Aber jeder könnte unschwer erkennen, dass die Befindlichkeiten im Gesamtorganissmis sehr direkt eine Seh- und Augenproblematik reflektieren.
Nun gilt es in sauber geplanten Folgemassnahmen die Stabilität im binokularen Sehgleichgewicht zu festigen. Dies ist ein Weg von noch unbekannter Länge, aber er hat ein erstrebenswertes Ziel! - Übrigens Hydroxid, Dein Beitrag ist Dank genug und gilt allen, die sich in diesem Forum immer wieder bemühen.
Hallo Hydroxid,
wie du auch an meinem neuen Thread sehen kannst, sind wir ja nach wie vor "Leidensgenossen". 
Mich würde sehr interessieren, wie für dich die Kombination aus Brille und KL weitergeht - insbesondere, ob die neuen leichten asthenopischen Probleme durch eine Nachkorrektur der Prismen wieder verschwinden.
Wenn ich in meiner nun schon "Augen-Leidensgeschichte" zurück gehe, fällt mir auf, dass das schleichende Einsetzen meiner Augenmuskelverspannungen auch grob mit dem Zeitpunkt zusammenfiel, als ich von harten KL zurück auf eine Brille umgestiegen war. Der Zusammenhang war allerdings nicht so eindeutig und klar, dass ich ihn damals bemerkt hätte. Aber ich überlege, ob ich die Kombination aus KL und Prismenbrille auch mal ausprobieren soll.
Hallo Hydroxid,
die Brille sollte dann doch auf den optimalen Wert hin verändert werden.
Hallo!
Laut einer Kontrollmessung meines Optometristen liegen die Änderungen im +-0,25pdpt-Bereich, was sich wohl kaum zu korrigieren lohnen sollte (wobei ich hinzufügen sollte, dass ich keine binokulare Vollkorrektion trage: ich nehme alle Horizontalteste spontan in Eso-Stellung wahr, lediglich die Vertikalabweichungen sind voll ausgeglichen, was der Philosophie meines Optometristen geschuldet ist).
Was für eine Philosophie ist denn das? Völlig unverständlich. Bei echtem Mikrostrabismus korrigiere ich auf den subjektiv verträglichsten Winkel mit besten BOS. Sonst strebe ich eine Vollkorrektion an. Dann sollten auch keine Beschwerden bestehen.
Hallo!
Allerdings hatte ich früher von anderer Seite schon (postoperativ) eine "Vollkorrektion" mit 16pdpt BA und fantastischen 0,00pdpt in der Höhe bekommen, die nicht nur nicht half, sondern sogar spontane Diplopie beim Nahsehen nach sich zog.
Hydroxid
Wer hat denn das fabriziert?
Schlage gerne in die gleiche Kerbe!
Seit wann kann man die Vollkorrektion in Höhe und Seite trennen 
Entweder war es eine zum Zeitpunkt der Messung echte Vollkorrektion, oder es war auch ansatzweise, gar keine! Punkt
Hallo,
oft findet man erst den echten (kompensatorisch verkrampft gehaltenen) Höhenausgleichswert, wenn der Seitenwert schon ganz gut korrigiert ist, das gleiche kann auch umgekehrt gelten. Wird demnach nur eine Richtung versucht zu neutraliesieren, ergeben sich teilweise völlig neue, oft sogar unverträgliche Teilkorrektionswerte, da das dynamische Sehsystem ja in jeder Richtung arbeitet und ständig andere Kompensationskräfte (die dazu noch völlig neu und ungewohnt sind) verarbeiten muss. Dieser Auflösungsprozess von alten Kompensationsfaktoren kann sich über einige Korrektionsschritte hinziehen. Wird der Gesamtfehler in denselben nur in Höhe, oder nur in Seite aufgesucht und korrigiert, erwachsen daraus nur völlig neue Kompensationsbedingungen, die allermeist längerfristig eher zu neuen Problemen führen müssen.
Gibt es Höhenwerte, sind daran muskelmässig entweder die Vertilalmotoren oder die schiefen Muskeln beteiligt. Beide Muskelpaare haben aber immer auch Einfluss auf die horizontale Position der Augen.zueinander. Nur die äußeren Muskeln haben keine Höhenbeeinflussung direkt. Indirekt bringen sie jedoch durch die Lockerung und Lösung von Kompensationskräften immer auch Einflüsse auf die anderen Motoren mit, das ist doch logisch. Keiner kann sich nur in bestimmten Positionen verkrampft verhalten, sondern eine Verkrampfung bezieht immer zumindest das direkte Umfeld mit ein.
Der Ansatz, Vollkorrektion nur Höhe oder nur Seite muss zum Scheitern verurteilt sein!
Des Weiteren:
Die Komplexibilität wird auch immer nur dann berücksichtigt, wenn die Augenstellung auf die Fernsicht (Blick geradeaus) und auf die Nahsicht (Konvergenzstellung der Augen) Berücksichtigung findet.
Wer es ernst nimmt, wird vielfach am Ende auch noch leichte Höhen- und Seitenkomponenten bei Kopfdrehungen mit berücksichtigen (leider technisch begrenzt durch den Durchmesser der Messgläser und der Polfilter). Aber mit der fertigen Brille lassen sich bei der Abgabe und mehr noch bei einem fixierten Statustermin im Prüfraum Tendenzen für zukünftige Messungen als Hinweis festhalten. So wird mit der Zeit jede Messung ein auf die Person abgestimmtes und individuelles System , was sich in den Einzelkomponenten regelmäßig überprüft und überwacht.
Zuletzt:
Dies kann aber nur funktionieren, wenn "Vollkorrektion in Einzelschritten" vom Anwender der MKH gelebt wird. - Das ist bis heute keinesfalls Standart! (Soviel auch zum Antrag einer Namensänderung der IVBV in Wiesbaden, - Hinweis für Insider, hier geht es sehr wohl um eine neue Vereinsprägung und -ausrichtung, auch wenn dies im Antrag direkt negiert wird)
Da jetzt die Zeit derPollen (-allergie) voll in der Entfaltung ist, kann auch dies de Verträglichkeit negativ beeinflusen!
Darüber hinaus ist Winkelfehlsichtigkei als Stressfaktor oft verantwortlich für ungünstge Bedingungen in der Benetzung.
Hallo Hydoxid,
da Du auch eine vertikale Phorie hast, ist es schon problematisch mit normalen formstabilen KL, eine stabile prismatische Höhenwirkung einzuhalten. Hast Du Dich bei MPG+E erkundigt, wer in Deiner Gegend die "natural Fit" anpasst? Diese Linse ist auch größer als "normale" formstabile KL und es entstehen geringere Höhendiffernzen.
Hallo Hydroxyd,
bisher habe ich bei keiner Kontrolle bei naturalFit Höhenabweichungen beim Blinzeln gemerkt, vielleicht deswegen, weil ich diese KL nach Herstellerangabe auch mit größtmöglichem Durchmesser anpasse.
Es kann unter Umständen auch so sein, dass eine Höhenkorrektur hilft den Seitenfehler zu beheben, ohne ihn direkt anzugehen. Heißt auf deutsch: Ich würde die Höhenkorrektur immer große Bedeutsamkeit zumessen. Das hängt damit zusammen, dass die Seite retinal ein größeres schnelles Fusionssystem (bessere Peripherie) hat. Will mich nicht einmischen, aber ich habe zufällig genau dazu neulich was gelesen: (leider auf englisch)
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1327634/pdf/taos00108-0131.pdf
Steht auf deutsch drin, dass die Seite oftmals nicht stimmen kann, wenn die Höhe nicht stimmt
Formstabile KL würde ich dir grundsätzlich empfehlen, wenn du nen guten Anpasser hast (vor allen Dingen wegen der Sehschärfe)!
Auch wenn das hier sicher keiner lesen will, wird im Folgendenden die Behanldung einer postoperativen Hypoeso beschrieben, wie sie bei dir vorliegt?!
http://www.coopereyecare.com/vertical%20deviation.pdf
Weißt du deinen Stereogrenzwinkel mit Prismen? Muss nicht genau sein, aber frag doch mal deinen Optometristen, ob der im Gradbereich oder im Wineklminuten oder gar Sekundenbereich liegt??
Hallo Schack,
http://www.coopereyecare.com/vertical%20deviation.pdf
ist eine Arbeit von 1987 mit nur 4 Fällen. Ausgenommen eventuell der Bertreuer von Diplomarbeiten in der Optometrie würde man im medizinischen Kreis die Arbeit in dieser Form nicht annehmen.
Man könnte es akzeptieren wenn eine Nachbereinigung der wenigen Daten bei den 4 Probanden nach engeren Nachkontrollen in einem Verlauf von meheren Jahren möglich wäre.
1987 galten möglicherweise andere Kriterien.
Was ich sagen will: es ist inzwischen fast ein Vierteljahrhundert vergangen. Nur 4 Fälle ist nun mal keine Arbeit mit einem größerem Patientengut und signivikanten Auswertungen.
.
"Was ich sagen will: es ist inzwischen fast ein Vierteljahrhundert vergangen. Nur 4 Fälle ist nun mal keine Arbeit mit einem größerem Patientengut und signivikanten Auswertungen."
Hey AgnesMaria,
ich will ja auch keine allgemeingültigen Aussagen machen. Es passte nur zum Thema, und ich hatte das halt gerad parat.
Ich würde nur jedem empfehlen der Geringe Exo oder Eso Tendenzen hat, mal die Höhe überprüfen zu lassen! Es gibt sicherlich Patienten, die leichte Esotendenzen haben, eine Schielop nach Prismencovertest machen und danach nach aussen schielen. Manche wären besser beraten sich mal nach Hyperphorie checken zu lassen. Wie soll die Seite auch stimmen, wenn die Höhe falsch ist?
Und ich denke, die meisten die eine Höhenabweichung von z.B. 5 pdt haben, wissen das gar nicht, weil mans ja kaum sieht.
Das ist wie in die Hände klatschen, wenn die eine Hand höher ist, da knallts nicht
.
Schönen Sonntag!
Hallo Hydroxid,
sag mal, kann es nicht doch sein, dass bei Dir horizontal ein Mikroschieler dahintersteckt und dein Optiker das auch erkannt hat, weil er da unterkorrigiert? Macht er den Stereovalenztest? Wenn ja, weglassen.... es kann ja sein, dass Du vertikal eine reine WF hast und horizontal einen Mikroschieler mit aufgesetzter WF...dann bringt Vollkorrektion mehr Schaden als Nutzen und im schlimmsten FAll eine OP nach der anderen, bis es nicht mehr geht...
Viele Grüße
Kerstin
Hallo Kerstin,
es ist kein Mikrostrabismus.
Hallo Hydroxid,
die Probleme sind einfach zu erklären:
mit KL hast Du keine bzw. nur geringe prismatische Nebenwirkungen Deiner Myopie. Bei Brille sieht das anders aus. Bei jeder Blickänderung hast Du andere Gesamtprismen. Das wäre bei richtiger Korrektur auch dauerhaft verträglich, wenn Du "nur" Brille tragen würdest. Ich weiß, dass das jetzt keine große Hilfe ist, aber ich denke, einmal muss die Brille gemacht werden. Danach kann man weiter sehen.
Ja.
Was mich mal interessieren würde. Helfen die 12 pdt in der Nähe genauso gut wie in der Ferne? Hast Du 3 D Wahrnehmung? Hast du eigentlich mal ne Bifokalbrille probiert?
Es gibt auch dynamische Schielfehler, die man nicht mit Prismen stabilisieren kann (die Exzesstypen)!
"Meine Beschwerden sind in der alten Ausprägung, wie sie vor den KL bestanden, mit voller Wucht wieder da, der doch beachtliche Prismenzuwachs hat soweit keinen Effekt gezeigt."
Ich glaube du frisst die Prismen. Hast du dich eigentlich mal tropfen lassen?
Vielleicht akkomodierst du zu viel, wenn du ein zwei Dioptrien Minus weniger in der Ferne annehmen solltest, wirds in der Nähe sicher angenehmer.
Weiter frage ich mich, ob Du jemals Fusion gehabt hast oder sogar hast?
Hattest Du etwa auch schon Fusion bevor du dir 36pdpt wegoperieren lassen hast? Wer 36 pdpt bei jemandem operiert der perfekt fusioniert, hat meines Erachtens nicht alle Tassen im Schrank. Man kann durch jede Op sein 3 D Sehen verlieren, auch wenn die Augen gerade stehen. Also mir fehlt da die Vorgeschichte! Hast du vor 2004 nie was mit den Augen gehabt? Als Kind geschielt?
Generell fällt die Naharbeit leichter mit so wenig minus oder so viel plus wie möglich. Deswegen würd ich tropfen lassen, auch wenns 1-2 Tage nervt. Hast du denn auch visuelle Probleme? Scharfstellen?
Normalerweise kommen die Höhenfehler nicht ohne vorheriges Innen- oder Außenschielen vor..
"Ich fresse Prismen? Was deutet daraufhin? Dass ich hohe Werte annehme?"
Ich würde davon ausgehen, wenn man sich in kurzer Zeit von 36+17 pdpt und 8 zurück steigert, dass dir da jetzt wohl Prismen nicht helfen werden, egal ob du jetzt 4 oder 11 Prismen nimmst. Wenn du mit 50 pdpt weniger wirklich schon fusionieren konntest, frage ich mich, warum du das alles machst. Wenn du vorher wirklich Fusion hattest, hat der Operateur und der Optiker der dich aufgebaut hat nicht alle Latten im Zaun!
Was hat sich denn überhaupt durch die Op verändert? Du must doch Werte und einen Befund haben..
Wer perfektes Binokularsehen hat, kriegt nicht auf einmal 50 pdpt, deswegen würde ich zum Arzt gehen, vielleicht hast du eine erworbene Parese. Außerdem solltest du eh zum Augenarzt, am besten mit Sehschule, vielleicht sogar Uniklinik. Falls du in der Nähe mehr Beschwerden hast als in der Ferne, spricht das für einen milden Typ von Konvergenzexzess oder Akk.insuffizienz oder sonst was, wenn denn die Refraktion stimmt. Falls du wirklich ein Typ konvergenzexzess oder Akk.insuffizient hast, werden dir auch keine Prismen helfen.
ok, finde ich unglaublich deine geschichte. Schaffst du random dot stereo?
Kann eigentlich nicht sein, da dir bei der Mkh mehrFusionsreize gegeben werden und du diese nicht fusionierst. Sprich du kannst eigentlich keine STABILE Fusion haben, wahrscheinlich auch 2004 nicht, wahrscheinlich auch davor nicht. Weißt du das zufällig?
Du warst ja schon überall, hast du vielleiche Ergebnisse von 3d Testen, Stero-Fly, Die Kreise von der MKH nach Lang?
Würde mich schon wundern, wenn das keiner gemacht hat. Alternative ist. Setze eine Rot-Gründ Brille auf oder irgendeine Brille mit verschiedenen Farbfiltern und schau auf eine Fläche, die einzeln für beide Augen unterschiedlich farbig aussiehst. WEnn du beide Farben auf einmal irgendwie verteilt sehen kannst, hast du einen Mikrostrabs. Siehst Du nur eine Farbe, dann abwechselnd die andere alternierst Du. Mischen sich die Farben zu einer neuen Farbe hast Du NRK. Ist dein Visus beidäugig gleich? Hast du Doppelbilder?
. Beim Tropfen kann man auch gleich die Netzhaus checken!






Hallo Eberhard,
die letzte Überprüfung fand im März statt. Im Januar bekam ich neue Gläser, die sich im Vergleich zu den vorherigen jedoch nicht in den prismatischen, sondern nur in den sphärischen Werten (gerinfügig) unterscheiden.