Ratschläge bzgl. Prismen?
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Hallo,
bisher habe ich in diesem Forum nur als stiller Leser teilgenommen. Nun möchte ich euch gerne meinen Fall schildern und auch um Rat fragen.
Meine Augenprobleme begannen vor drei Jahren. Bis dahin hatte ich weder eine Brille getragen noch irgendwelche beschwerden mit den Augen. Von einem auf den anderen Tag traten bei mir Sehstörungen auf, Lichtempfindlichkeit, verschwommener Text beim lesen, starke Probleme bei Monitorarbeit, Probleme mich auf Gesprächspartner zu konzentrieren. (Damals war ich 25 nun 28 Jahre alt)
Ich bin dann zu meiner Augenärztin gegangen, die mir eine normale Brille verschrieben hat. Die Brille: Sphär.: R +0.50 L +0.75 Zyl. L -0.25 Achse L 115
Die Brille hat auch erst geholfen, nach einem halben Jahr fingen die Probleme aber wieder an. Meine Ärztin meinte dann ich solle die Brille nur zum Arbeiten tragen, ansonsten wenn ich Anstrengungen spüre Augentropfen (auf Pflanzlicher Basis) nehmen. Das ging dann auch wieder ca. ein halbes Jahr gut, bevor sich die Beschwerden wieder sehr stark bemerkbar gemacht haben.
Daraufhin habe ich im Internet recherchiert und bin auf Winkelfehlsichtigkeit aufmerksam geworden. Ich bin dann zu einem Optiker hier in Berlin gegangen, und der meinte, er kann mir mit einer Prismenbrille helfen. Ich habe dann eine Prismenbrille von diesem Optiker bekommen. Die Brille:
Glas rechts: Sph: +0.75 Pr1: 1.50 Bas1:0 Vis: 0.90
Glas links: Sph: + 1.00 Cyl: -0.50 Ach: 100 Pr1: 1.25 Bas1:180 Vis 0.90
Die Brille habe ich dann ca. 4 Wochen getragen, hatte aber noch einige Probleme (vor allem bei der Computer arbeit), der Optiker hat dann noch einmal nachgemessen und die Gläser gewechselt (kostenfrei) Die Brille:
Glas rechts: Sph: + 1.25 Cyl: -0.25 Ach: 40 Pr1: 1.00 Bas1:0 Vis: 0.90
Glas links: Sph: + 1.00 Cyl: -0.50 Ach: 110 Pr1: 0.50 Bas1:180 Vis: 0.90
Die Brille hat dann 5-6 Wochen super gewirkt, danach hatte ich wieder leichte Probleme, Nackenschmerzen, Eingeengtes Sichtfeld, Lichtempfindlichkeit etc.(meist aber nicht gleichzeitig sondern nacheinander), der Optiker meinte ich müsse mich an die Brille gewöhnen und das dauert seine Zeit, da man falsches sehen nicht über nacht beheben kann, sondern dies seine Zeit benötigt. Nach vier Monaten mit der Brille ließen die Nebenwirkungen tatsächlich nach und es blieben nur minimale (die ich nicht als schlimm empfand) Probleme zurück. Der Optiker wollte mir nicht so viele Prismen geben um die Prismen nicht in die höhe zu treiben.
Im Februar bin ich dann zu einer Augenärztin gegangen, da ich mich rückversichern wollte, die Ärztin habe ich bei ww.selbsthilfegruppe-winkelfehlsichtigkeit.de gefunden. Die Ärztin fragte mich, nach eingehender Untersuchung, ob ich öfter Kopfschmerzen habe. Als ich dieses bejahte (ich habe seit meiner Jugend Migräne) bot sie mir andere Gläser an um die Kopfschmerzen auch noch zu beheben. Ihre Diagnose:
Hyperopie Astigmatismus; Exophorie, Prismentherapie; A. v. Glaukom; Prismenverstärkung
Die verschriebene Brille:
Glas rechts: Sph: +0.25 Zylinder: +0.5 Achse: 136 Prisma: 2.75 Basis nasal Scheitelabstand: PD32
Glas links: Sph: +0.25 Zylinder: +0.75 Achse: 20 Prisma: 2.75 Basis nasal Scheitelabstand: PD32
Die Brille hat 6 Wochen super gewirkt, besser als die alte! Aber dann gingen die Probleme, nicht ganz so stark, wieder los. Ich bin dann noch mal zur Kontrolle, die Ärztin meinte aber die Werte sind richtig und es besteht kein Handlungsbedarf. Die Diagnose:
horizontaler Rucknystagmus; Hyperopie Astigmatismus; Exophorie; Prismentherapie; A. v. Glaukom
Erst ging es dann auch wieder etwas besser aber nun seit zwei Wochen habe ich wieder stärkere beschwerden. Vor allem bei der Computerarbeit. Ich werde jetzt nächste Woche auf jedenfall noch mal zur Untersuchung gehen. Bin mir aber gerade gar nicht sicher und habe Panik das etwas falsch gemacht wird und ich doppelbilder bekomme oder die Prismen hochgetrieben werden.
Was könntet ihr mir denn Raten? Ist bei der Vorgehensweise irgend etwas unüblich? Ich habe keine medizinischen Kentnisse und stehe so ziemlich alleine da und die Augenprobleme belasten mich auch psychisch stark.
Ich würde mich jedenfalls über ein Feedback freuen und hoffe der Text ist nicht zu lang geworden!
Grüße,
Micha
Tja, Sie haben die Erfahrung machen können, das mehr Prisma hilft. Leider kein konstanter Befund. Mit 1,5 cm/m und höher aufgeschriebener Hyperopie was es nicht so gut, wie geringeren Ausgleich des hyperopen Astigmatismus und mehr Prismen, nämlich 5,50 cm/m. Das dazwischen wird wohl das richtige sein. Was sind visuelle Probleme, die durch Prismen besser kompensiert weden können zu welchen, die nicht richtig helfen, aber geringer im Wert ausfallen?
Vielleicht sollte man hier noch anmerken, dass es bei korrekter Vorgehensweise in der Messmethodik nicht zu einem Anstieg des gesamten Fehlwertes kommen kann. Allerdings wird der Faktor der WF immer nur tendenziell messtecnisch angegangen. Dies bedingt, das höhere Messwerte eine Bestätigung des richtig eingeschlagenen Weges sind, und ältere Ergebnisse, vorausgesetzt man hat im neuen Durchlauf den Messwert von Null her aufgebaut, werden dadurch noch einmal bestätigt .
Trotz zunehmenden Restbeschwerden sollte ein Rythmus von mind. drei Monaten für Folgemessungen nicht unterschritten werden. Denn die Zwischenzeiten sind sehr wertvoll, da sie im Sehen die ganzen internen Verarbeitungsprozesse unter neuen veränderten Bedingungen optimieren helfen. Die Prismen (ich sage lieber >die Brille<), es kann aber auch ein Eingriff am Augenmuskelsystem gewesen sein, schafft immer nur eine bessere Grundlage. Diese Basis für visuelle Verarbeitung hat sich >völlig unabhängig von der Differenz zum evtl. noch unerkannten Gesamtfehlwert< erstmal neu zu reorganisieren. Dieser Zeitraum kann sogar max. über sechs bis acht Monate laufen. Wird dieser Zeitfaktor ignoriert, kommt eine Neuvermessung in noch unorganisierte Verhältnisse hinein und kann sogar auf eine falsche Fährte führen. Im schlimmsten Fall dreht man sich im Kreis und es kommt über kurz oder lang zum Abbruch, z.B. wegen vermeintlicher Unwirksamkeit. - Ich sehe hier eine Ursache für Abbruchkriterien bei WF-lern, aber auch bei MKH-lern, die einfach nicht mehr weiter wissen. Dabei hätten sie zwischendurch nur mal nichts tun müssen. Falsch ist es hier natürlich auch mit immer wieder anderen Brillen zu gucken, bzw. die Brille einfach nur zeitweilig zu tragen. Denn eine Re-Organisation wird so erheblich blockiert.
Die einzige Ausnahme von dieser Regel bilden für mich Doppelbilder! Hier wird ein falsch eingeschlagener Weg deutlich signalisiert, oder im Besonderen in der Folge nach einem Schiel-OP´s kann ein eigentlich richtig eingeschlagener Weg Binokularfunktion zwar geweckt haben, diese neu begriffene Funktion stößt aber in der internen Verarbeitung wegen Restfehlern noch an ihre Grenzen. Hier muss immer möglichst umgehend weiter geholfen werden. Da sich sonst falsche Prägungen verfestigen.
Doppelbilder sind deshalb für den Fachmann keinesfalls grundsätzlich schlimm (wohl für den Betroffenen), teilweise legen dieselben sogar eine tolle Spur zu einer weiterführenden Korrektion, wenn man als Spurenleser ausgebildet ist. Nur bei falschen Prägungen oft über Jahre und Jahrzehnte hinaus wird es sehr komplex, Aber dahin soll erst gar kein Weg führen.
Wie bei allen Lernprozessen, wichtig ist es, das gelernte zuerst einmal anzuwenden, um dann später darauf auf zu bauen. Übrigens, genauso wie beim Muskelkater gibt es auch hierbei Befindlichkeitsmomente, die dem wahren Fachmann aufzeigen, das man trotz Beschwerden auf dem richtigen Weg ist. Hier sollte keinesfalls rumgebastelt werden. Deshalb ist eine Vorsprache beim MKH-Spezialisten, evtl. auch mal eine zweite Meinung, aber unbedingt bei einem profunden Anwender nie verkehrt. Ein guter MKH-Anwender, wird seinem Klientel hierbei ganz sicher betreffs eines weiteren Ansprechpartner gerne behilflich sein.
Alles Gute!
Hallo Micha,
ob es ein Mikrostrabismus ist, lässt sich aus der Ferne nicht sagen. Dafür muss man Deine Augen beobachten können.
Warte einfach mal die nächsten Termine ab, die aber wirklich nicht zu dicht aufeinander folgen sollten.
Gruß
Eberhard
Fortsetzung Messabstände!
(unter Berücksichtigung der oben gestellten Fragen.
In der Fortbewegung durchlaufen die meisten Menschen verschiedene Stadien.
Krabbeln, Laufen, Fahrradfahren, Autofahren. nehmen wir mal das Laufen heraus und betrachten es näher.
Da gibt es den Zeitraum der ersten unsicheren Schritte - jeder ist stolz darauf, Eltern, Kind etc., aber ist das schon richtiges Laufen?
Anschließend kommt die Zeit, wo man im wahrsten Sinn des Wortes auf die Nase fällt, zumindest das Kind ist nicht mehr stolz. Die Eltern evtl schon noch, denn der Aktionsraum wird grösser, immer mehr Unsicherheiten werden abgearbeitet etc..
Dann folgen oft Zeiten der Erfolge und Trophäen, Urkunden werden gesammelt. Soweit einmal.
Beim Autofahren ist es ähnlich, Wie stolz ist man oft nach der ersten Fahrstunde, oder beim Empfang des Führerscheins. Solange bis es die erste Beule gibt, aber Reaktion und Sicherheit nehmen weiter zu und evtl. sitzt man später im Rally-Auto, oder rangiert andere kritische Situationen profimäßig.
Auch beim Tragen von Prismenbrillen (besonders bei Erstbrillen gibt es nicht selten die Zeit der Euphorie). Keinesfalls sind hier schon alle Sehsituationen und Sehaufgaben voll im Griff! Das lernt sich aber in den weiteren Wochen und es studiert sich ein, wie beim Laufenlernen z.B. an schräger Ebene. Das braucht deutlich mehr Zeit, als allgemein angenommen. Meist läuft es ja unmerklich ab, seltener gibt es hier echte Barrieren. Aber dies Verständnis sollte beachtet werden, denn was nützt es beispielsweise ein anderteinhalb jähriges Kind auf Roll- oder Schlittschuhe zu stellen. Diese Zeit kommt später!
Wie aber ist es, wenn erst mitten in der Schulzeit, oder gar erst im Beruf (z.B. am Bildschirmarbeitsplatz) mit der Korrektion des Sehens begonnen wird und Sehen sich völlig neu zwar unter verbesserten räumlichen Fähigkeiten schlagartig umstellen muss. Zeit ist hier leider das Wenigste, was man sich gönnt. Aber das kann dann eben auch mal in einer Bauchlandung enden. - Verstanden man es dann, wenn der Wille wächst am Ball zu bleiben und man die Anforderungen ernst nimmt - ohne gleich aufzugeben, denn langfristig kann man auf diese Weise letztlich nur profitieren. - Ganz sicher!
Alle anderslautenden Aussagen haben entweder keine Kenntnis über diese Zusammenhänge, haben zu früh aufgegeben (z.B. beim ersten oder zweiten Nasenstülper, evtl. auch nach zu forschem Vorgehen. Denn in einer Phase der Verunsicherung im Sehen können an den Testen auch eher falsche Seheindrücke mit bewertet werden! WICHTIG!) oder haben eben auf Meinungen und Aussagen vertraut, die andere Interessen fördern und vertreten.
Wenn angestrengtes Sehen reduziert wird, ist das keinesfalls gleichbedeutend mit Faulheit etc.,. Sondern es bilden sich Energiereserven, die entweder direkt in kontrollierteres Erkennen und Beurteilen umgesetzt wird, oder dem Körper auf andere Weise zu Gute kommt. In jedem Fall wird Sehfunktion optimiert und Entscheidungsfähigkeit verbessert.
Nicht zuletzt bieten zur rechten Zeit erfolgte Gläserwechsel, einen Anhalt dafür, ob Sehen inzwischen ein flexibleres Eingehen auf Umstellungen in der Optik beherrscht, denn dies ist beim Profi spätestens der Fall.
Hallo Micha,
an den bisher nicht diagnostizierten Mikrostrabismus musste ich auch gleich denken, als ich Deinen Beitrag las. Es gibt Fälle, wo sich auf den Mikrostrabismus eine WF draufpackt. Der Mikrostrabismus allein macht ja auch nicht die asthenopischen Beschwerden, es ist die WF. Dennoch muss er erkannt und berücksichtigt werden, damit die Prismen richtig ordiniert werden...
LG
Kerstin
Hallo Micha,
bei Mikrostrabismus trifft es eben nicht zu! Wenn sich dieser noch unter einer phorischen Komponente (WF) "verbirgt", tritt genau das Gegenteil ein: Man wird zum "Prismenfresser". Bei Mikrostrabismus liegt eine feste und unumkehrbare anomale Netzhautkorrespondenz zugrunde. Das Auge stellt sich immer wieder darauf ein. Insofern sollte das Vorliegen eines Mikrostrabismuses vor sensorischer Vollkorrektion mittels Prismen ausgeschlossen werden. Dies mal grob erklärt.
LG
Kerstin
Hallo Micha,
bei Mikrostrabismus helfen Prismen nur kurzzeitig und müssen vielfach in gleicher höhe nachgebessert werden. Die Nachprüftermine dafür werden automatisch schneller, weil die Augen danach verlangen. 
Gruß
Eberhard
Hallo Micha,
wie ist bis jetzt die Gewöhnung mit der neuen Brille verlaufen? Gibt es auch solche Schwierigkeiten, wie mit den alten Brillen oder klappt es jetzt besser?
Neugierig
A.M.
Lieber Micha,
die Probleme, so wie Sie die beschreiben, klingen wirklich nach Eingewöhnungszuständen. Kopfschmerzen kann es geben, wenn das Gehirn noch auf Kompensation der alten Sehgewohnheiten gepolt ist und die neu getragene Verordnung noch nicht richtig angenommen wird. Quasi als "Muskelkater" macht sich das mit Schmerzuständen bemerkbar. Soll das Gehirn nun die Augen entlasten oder noch selbst kompensieren? Deswegen schwankt so manches am Anfang der neuen Korrektion. Wir sehen ja genau genommen nicht mit den Augen, sondern die Bilder entstehen in unserer Sehrinde. Die Augen sind der Inputfaktor. Wenn es da nicht zu einer adäquaten Abbildung kommt ist der Output genauso schlecht oder schlechter.
Wenn ich eine Brille aufsetze sehe ich am Anfang immer die Ränder und habe das Gefühl eines "Tunnelblickes". Das Gesichtsfeld wird damit leicht begrenzt. Daran gewöhnt man sich bald und nimmt es irgendwann nicht mehr war. Unser Gehirn ist sowas von gut, es passt sich auch in dieser Hinsicht an. Es filtert alle Eindrücke und läßt uns nur das wahrnehmen, was wichtig ist. Würden wir diese Filter nicht haben, würden wir auf jeden Reiz reagiern und wären hoffnungslos überfordert. Und da wären wir bei Reizfilterschwächen. Das jedoch ist schon wieder ein ganz anderes Thema.
Der Schwindel wird durch das vestibulär-okuläre System ausgelöst. Augenbewegungen sind mit dem Gelcihgewichtsorgan gekoppelt. Neige ich meinen Kopf, so muss sich ja das System anpassen, sonst sehen wir alles schräg und fallen um.
Der Schwindel wird sich sicher bald legen.
Wie es sich mit der Blendungsempfindlichkeit entwickelt? Da muss man abwarten.
Ich drücke die Daumen das die Phase der Eingewöhnung nicht so lange dauert.
LG
A.M.
Hallo Micha,
ich hatte 10 Tage kein Internet, da ein Provider-Wechsel anstand.
Nun kämpfe ich mich seit kurzem durch die vielen neuen Beiträge auf unserer Seite.
Deine ersten Berichte habe ich gestern Abend noch gelesen. Beim Antworten streikte die Verbindung. Nun heute Morgen ein zweiter Versuch.
Lichtempfindlichkeit:
Dies Phänomen ist eines der Frühesten bei WF, schon im Kleinkindalter. Es reduziert sich sehr häufig erst über eine längere Phase, Vielfach registriert man nach ca. einem Jahr erst, das dieser Problembereich Vergangenheit ist oder sich zumindest deutlich reduziert hat.
Ich nehme dies Beispiel bewußt zur Grundlage, weil es verdeutlicht, wie lange unser Körper brauchen kann, um wieder normal mit Stresspotenzial umzugehen. Hier kann es sehr wenig hilfreich sein, sich ständig den WF-Puls zu fühlen. Lieber in der Zwischenzeit eine Sonnenschutzbrille oder einen Vorhänger gegen zu grosse Helligkeit tragen, das reduziert Stress.
Beruflich ist der PC Dein Tätigkeitsfeld. Dem kannst Du nicht ausweichen. Aber Du kannst, so wie beschrieben, Dein privates Umfeld anders ordnen, das finde ich so sehr gut, zumal es die Beziehungen ganz sicher positiv beeinflusst.
Gespannt bin ich auf den Status-Termin bei Dir. Im Gegensatz zu allen subjektiv empfundenen Symtomen, die viele Ursachen haben können: zu kurze Eingewöhnung, falsche Fixation auf ein persönlich so empfundenes Beschwerdepotenzial; aber genausogut auch Instabilität in den Messwerten, bis hin zu einer hier falsch angemessenen Korrektion. Obgleich ich den letzten Punkt für unwahrscheinlich halte, will ich ihn mit aufführen. Denn WF kann sich gerade weil es ein zwanghafter verspannter Zustand in der Ausrichtung beider Augen ist, durchaus während einem Messvorgang zwar in sich schlüssig verhalten, dies gälte auch gerade bei sehr mühsamen und kleinen einzelnen Messfortschritten, aber das so erlangte Ergebnis würde den Träger keinesfalls längerfristig (hier liegt der Sinn des 6-Wochen-Status) zufrieden stellen können.
Auf diese Art, die Brille wäre jedenfalls zu tragen, ließen sich die althergebrachten Verspannungen lockern und die Kontrolle über die Brillenkorrektion ergäbe jetzt deutlich gegensätzliche Bildlagen an den MKH-Testen. Nur in diesem Fall und bei erhöhten Beschwerdebild sollte ein Messtermin in frühestens 14 Tagen geplant werden. Dieser Zeitabstand gilt einer zusätzlichen Kontrollbestätigung.
Bei allen anderen Ergebnissen, vermehrte Beschwerdeminderung, Testbilder in alter Richtung neu dejustiert etc. bewährt sich eine Folgemessung erst nach mindestens drei-monatlicher Tragezeit.
Es ist ganz wichtig, das nie(!) beschwerdeorientiert korrigiert wird, sondern ausschließlich nach optometrisch sauberen Korrektionsschritten. Hier liegt ein ganz grosser Mangel in der Aufklärung von guter WF-Versorgung in den letzten Jahren und auch hier in unserer Internetberatung. Selbst in der IVBV-Broschüre heißt es (ich bin überzeugt fälschlich): ... wenn dadurch eine weitere Verringerung der Auffälligkeiten zu erwarten ist. (und schlimmer noch) Beobachten Sie oder andere (z.B. Lehrer) überhaupt keine Veränderungen, dann macht die Weiterführung der Prismenkorrektion keinen Sinn.
Gerade aus oben genannten Gründen halte ich eine Korrektion von Bildlagefehlern immer für notwendig, denn in seltenen Fällen wird erst der letzte aufgespürte Rest einer WF zu bestem Sehen verhelfen.
Man mache sich nur bewußt, dass mit jeder richtigen Korrektion auch der Seherfolg (Sehschärfe, Schnelligkeit in der Bilderfassung und -verarbeitung etc.) gesteigert wird. Dies bedingt aber jeweils noch genauere Massnahmen und kann den durchschlagenden Erfolg vorübergehend durchaus erstmal gehörig dämpfen.
Du hast selbst geschrieben, in Ferne und Nähe klarer zu sehen, dass zählt zur Zeit wesentlich.
Es ist ganz wichtig, das nie(!) beschwerdeorientiert korrigiert wird, sondern ausschließlich nach optometrisch sauberen Korrektionsschritten. Hier liegt ein ganz grosser Mangel in der Aufklärung von guter WF-Versorgung in den letzten Jahren und auch hier in unserer Internetberatung. Selbst in der IVBV-Broschüre heißt es (ich bin überzeugt fälschlich): ... wenn dadurch eine weitere Verringerung der Auffälligkeiten zu erwarten ist. (und schlimmer noch) Beobachten Sie oder andere (z.B. Lehrer) überhaupt keine Veränderungen, dann macht die Weiterführung der Prismenkorrektion keinen Sinn.
Sehr geehrter Herr Mosch,
Sie wissen ja, das ich manch andere Erfahrungen sammeln durfte denn das Klientel ist doch unterschiedlich. Ich versuche bei assoziierten Phorien immer eine Vollkorrektion nach MKH, aber bei den vielen Mikroschielern mit Diplopie sollte man anders herangehen. Captain Mu ist so ein klassischer Fall. Er sollte schon 2 mal operiert werden , aber jede Korrektion vor den OP's waren nicht verträglich. Da sollte man auf die subjektive Messung gehen. Und seitdem fühlt er sich wohler. Es gibt da immer pro und kontra und die Kunst besteht darin für den Patienten oder Kunden eine hilfreiche Korrektion zu verordnen. Ich weiß, das Sie das aus einem anderen Blickwinkel sehen. Aber das sollte kein Grund sein nicht miteinander zusammen zuarbeiten in diesem Forum.
LG
A.M.
Hallo Agnes,
das tun wir wirklich hervorragend, freut mich immer sehr!
Hallo Agnes,
das tun wir wirklich hervorragend, freut mich immer sehr!
Ja, das stimmt. Ein Glück, das sich die Moderatoren in diesem Forum gegenseitig so unterstützen und immer präsent sind. Es ist hier eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit möglich. Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken.
LG
A.M.
Hallo Moderatoren!
Da es grad so schön um`s Loben geht, mische ich mich auch kurz ein: Ich habe hier im Forum schon so viele Antworten zu meinen vielen Fragen erhalten! Bin sehr froh, dass es das gibt. Dickes Danke an alle Moderatoren, dazu zähle ich auch Agnes Maria.
Liebe Grüße Eisbärin
Liebe Eisbärin,
vielen Dank für das Lob an alle. Es ist gut wenn man weiß das die Arbeit hier auf fruchtbaren Boden fällt.
Lieber Micha,
das klingt doch sehr vielversprechend. Die Eingewöhnung verläuft bestimmt schneller, als mit den alten Brillen. Es sind erst 4 Wochen rum und noch nicht 6 Monate.
warten wir´s mal ab!
Puh, habe ich vier Wochen Abstinenz gepflegt?
Mir läuft die Zeit unter den Händen weg.
Nun hebe ich Deinen Post erstmal wieder nach oben. Da ich zuhause bin, kann ich fachlich jetzt wenig schreiben. Ich war jedoch ganz zufrieden mit Deinem Sehen und denke, es ist nicht schlechter geworden.
Dass die Prismen noch nicht stabil sind, war grundsätzlich nach der deutlichen Änderung hier zu erwarten. Auch Dein Beschwerdebild signalisiert, das noch keine stabile Einrastung erfolgt ist. Deshalb eine weitere Messung nach drei Monaten Tragezeit.
Hallo Micha,
das hoffe ich wirklich.
Danke für den Eintrag in meinem Gästebuch und für Dein Lob hier.
Ich wünsche, ich werde Dir mit Deinen Seheindrücken nochmal voll gerecht! - Bis bald!








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