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flo
Beigetreten: 3. Juli 2002 - 0:00
"normal sehen" mit Brille?

Ich bin übersichtig mit derzeit +2,5. Brille trage ich schon "ewig", mir kommt also das Sehen mit Brille normal vor.Nehme ich die Brille aber ab, gewöhne ich mich nach eini-ger Zeit dran und nehme an, daß ich dann halbwegs so ähnlich sehe, wie ein Normalsich-tiger und "die Welt" kommt dann mir - sub-jektiv - anders vor, als wenn ich sie durch meine Brille betrachte. Meine Freundin ist ziemlich kurzsichtig mit ca. -10, ohne Brille sieht sie so richtig schlecht. Mich würde nun interessieren, ob jemand, der so kurzsichtig ist, mit Brille "die Welt" so sehen kann, wie ein Normalsichtiger oder ob das auch - objektiv- irgendwie anders ist zwar "scharf" aber im Vergleich zu einem Normalsichtigen doch "künstlich" und ob es da Unterschiede zwischen einer Korrektur mit Brille und einer Korrektur mit KL gibt.

Bild des Benutzers babylonbob
Beigetreten: 3. August 2002 - 0:00

Hallo!

Generell kässt sich sagen, dass ein Weitsichtiger seine Sehschwäche viel besser selber ausgleichen kann als ein Kurzsichtiger, dies kann durch eigene Astrengung erfolgen (Linse wird stärker gekrümmt). Ein Kurzsichtiger kann dies nicht, da er zur Korrektion eine streunde Linse benötigt. Allerdings fällt es bei einem Weitsichtigen ab einem bestimmten Wert und je nach individuellem Empfinden immer schwerer, dies durch eigene Anstrengung zu kompensieren und kann auch mit Nebenerscheinungen verbunden sein (Kopfschmerzen, Müdigkeit...). Dies würdest Du bestimmt selbst nach längerer Zeit ohne Brille merken.
Ein Kurzsichtiger sieht die Welt im korrigierten Zustand natürlich normal, wobei normal ja immer subjetiv ist, denn schon beim Farbensehen hat jeder seinen eigenen Eindruck, jeder empfindet Farben anders.

Eine KL unterscheidet sich natürlich schon
- kein begrenztes Gesichtsfeld
- Wert der KL stimmt nicht mit Wert der Brille überein
- kein Vergrößerungs- bzw. Verkleinerungseffekt der Augen durch Gläser (es gibt aber auch Gläser die dies ebenfalls reduzieren können)

Mit Korrektion ist der Seheindruck im Idealfall bei jedem so, wie er es als normal empfindet, was ja wie gesagt eine individuelle Sache ist. Jemand der eine Korrektion benötigen würde, aber sich dagegen sträubt und meint er sieht ja alles und es ist ja normal so, kennt nur oft nicht den Vergleich zu dem Seheindruck mit Korrektion.

ciao

bob

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Gast (nicht überprüft)

Ich habe schon mehrfach Brillenträgern eine ähnliche Frage gestellt, nämlich, ob man nicht der Rand der Brille sieht, speziell bei den derzeit modernen schmalen Gläsern.
Oder ist es so, dass das Gehirn diesen Rand bei ständigem Brilletragen sozusagen ausblendet? Die Brillenträger, die ich gefragt habe, haben mich mehr oder weniger verständnislos angesehen und mir gesagt, dass sie keinen Rand sehen (oder bemerken), Wenn ich zeitweise meine Sonnenbrille trage, sehe ich den Rand ständig. Welche Eindrücke oder Erklärungen habt Ihr?

Bild des Benutzers Gast
Gast (nicht überprüft)

ich denke, dass tatsächlich die frage, ob man den rand der brille sieht, auf unverständnis stoßen muss. ich sehe ihn je nach tageszeit und verfassung. aber auf solche eine frage reagiert wohl jeder, zumindest jeder brillenträger, der seine brille rund um die uhr benötigt, etwas verständnislos. denn was zählt, ist das gute sehen und nicht der brillenrand. den nimmt man schon in kauf, glaub es einfach. und wer denkt, er sähe besser aus mit kleinen brillengläsern, der soll sie halt tragen.

unlängst sah ich einen jungen mann, dessen brillenglasdurchmesser max. 1,5 cm betrug. sein aussehen erschien in meinen augen als sehr bescheuert. die frage, ob er den brillenrand sieht, erübrigt sich wohl. geleert sagt man da wohl ))

Bild des Benutzers shorty
Beigetreten: 27. Juli 2002 - 0:00

Hallo Martha,
da ich seit ca. 4 Jahren auf zwei Brillen angewiesen bin (F mit Prisma, N ohne) und meine Nahbrille kleiner ist als die Fernbrille, habe ich die Unterschiede täglich vor Augen. Ich nehme die Fassung nur sporadisch wahr, aber nicht unangenehm. Meine neue Innenraumbrille ist wieder etwas kleiner und ich habe trotzdem Gleitsichtgläser (an die ich mich nach wenigen Tagen gewöhnt hatte!), da mein AO meinte, es komme darauf an, wie man zu seiner Brille steht. Technisch wären heute viel kleinere Fassungen möglich, wobei ich denke, daß viele Brillenträger mit winzigen Brillen ihrem Aussehen eher schaden als nützen. Wenn man den Rand einer Brille sehen möchte, sieht man ihn. Aber wenn man sich wie ich mit Brille wohlfühlt, achtet man nicht darauf.
Gruß shorty

Bild des Benutzers Mark
Beigetreten: 26. Februar 2005 - 0:00

Ich denke, ob man den Brillenrand sieht oder nicht hängt auch von der Stärke der Brille ab,
die man benötigt, insofern als viele Menschen mit einer schwachen Brille oft auch noch neben den Gläsern schauen, bei kurzsichtigen, wenn das Ziel des Sehens nicht so weit weg ist und man noch ein wenigstens einigermaßen scharfes Bild auch an der Brille vorbei erhält. Je kurzsichtiger man dann aber ist, destso mehr ist man auf die Brille angewiesen,
dran vorbeischauen hat bei meinen -5,5 dpts z.B. nicht mehr viel Zweck, da ich da sowieso nicht mehr viel erkenne, also mache ich es auch nicht. Meine Augen sind sozusagen im Brillenrand gefangen, was das Sehen angeht.
Ich denke, dass diejenigen, die öfter über den Rand der Brille schauen, diesen Rand auch öfter bemerken, mich stört er eigentlich kaum, ich schau eh' immer mitten durch.
Stören tun mich eher zu kleine Brillen, dann muss ich den Kopf zu oft drehen um alles zu sehen. Grosse Brillengläser geben da mehr "Rundumblick".