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Bild des Benutzers fibsie
Beigetreten: 20. Dezember 2014 - 15:17
Mehrfach Probleme mit Brillen(wert)anpassung nach OP

Hallo,

ich bin neu hier angemeldet und hoffe sehr, dass mir hier ein bisschen weitergeholfen werden kann.

Auf Grund einer starken Hornhautverkrümmung wurde ich vor etwa einem halben Jahr an beiden Augen operiert. Laut Aussage des Arztes sollte ich danach problemlos, sogar ohne Brille, gucken können. Da ich aber ständig das Gefühl hatte, schlecht zu sehen und auch im Vergleich zu Freunden weniger erkennen konnte, ging ich zum Optiker und bekam eine Brille mit:

R 1.00 -0.75 175
L 1.25 -1.50 155

Die Sicht war damit aber komisch, nicht wirklich gut. Bei der PC-Arbeit bemerkte ich, dass das rechte Auge eigentlich super sah, das Linke war aber unscharf. Zufällig fand ich heraus, dass es beim Drehen der Brille vor meinem Auge eine Position gab, wo das linke Auge plötzlich scharf sah. Ich ging wieder zum Optiker. Es wurde wieder alles vermessen und es kamen genau die selber Werte heraus.

Ich erzählte, dass ich mit gedrehtem Glas besser sehen kann. Ich bekam eine Karte mit unterschiedlich großem Text in die Hand und drehte die Brille so, dass das linke Auge scharf wurde. Komischerweise war das nur in der Nähe so. Bei dem Sehtest, wo ich Buchstaben von der Wand ablesen sollte, gab es kaum eine Änderung als die Mitarbeiterin den Winkel veränderte.

Ich bekam dann schließlich ein neues Glas für links mit neuem Winkel, den ich durch meine eigenen Drehversuche für gut empfand. Eigenartigerweise entsprach dieser Winkel genau dem, den der Automat ausgegeben hatte. Laut Aussage der Mitarbeiterin ist der Automatenwert normalerweise zweitrangig. Die neuen Werte sind:

R 1.00 -0.75 175
L 1.25 -1.50 180

Fazit ist nun leider: Ich sehe mit dieser Brille immer noch nicht perfekt. Nah (Lesen, PC) ist alles super und scharf. Etwas weiter weg, geschätzt so 3 Meter (z.B.: TV) naja, zumindest etwas besser als ohne Brille. In der Ferne, so ab geschätzten 5 Metern, nicht wirklich gut. Sogar schlechter als ohne Brille, würde ich sagen.

Nun weiß ich nicht mehr genau, was ich noch machen soll und ob vielleicht mit meinen Augen was anderes nicht in Ordnung ist. Zwei unabhängige Sehtests von verschiedenen Mitarbeiterinnen haben ja zu verschiedenen Zeiten (Abstand ca. 2 Wochen) das gleiche Ergebnis geliefert, mit dem ich mich nicht wohl fühle bzw. nicht zufriedenstellend sehen kann. Gibt es weitere Sehtestmöglichkeiten, neben dem Automatentest und dem „Gläsertest“, die vielleicht zuverlässigere Werte liefern? Oder sollte ich nochmal zum Augenarzt gehen? Oder gibt es sonst eine Erklärung?

Würde mich über Antworten sehr freuen! Ich wünsche allen schöne Weihnachtstage!
Liebe Grüße. Smile

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Mon,

es ist möglich, dass die Achsenlage in der Ferne anders sein muss als in der Nähe. Eine Möglichkeit:
Durch die OP (Lasik??) ist die Hornhaut nicht ganz regelmäßig gekrümmt, es kann ein sog. 3-oder mehr-Achsenfehler sein, das ist ein Zernike Fehler, Fehler höherer Ordnung, was mit Brillengläsern nur unvollkommen zu korrigieren ist. Welches automatisches Gerät hat die Optikerin verwendet?
Von Zeiss gibt es den Iprofiler, der solche Fehler messen kann. Zeiss fertigt dann nach diesen Messungen unter Einbeziehung der subjektiven Messung im Prüfraum Gläser, die meist verträglicher sind. Es gibt aber auch von anderen Herstellern ähnliche Geräte.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers fibsie
Beigetreten: 20. Dezember 2014 - 15:17

Hallo Eberhard,

danke erst mal für die schnelle Antwort!

Mit welchem automatischen Gerät gemessen wurde, kann ich leider nicht sagen. Da müsste ich dann nochmal beim Optiker nachfragen. Das i.Profiler von ZEISS, habe mal gegoogelt, war es aber nicht gewesen. Das sieht anders aus und „mein“ Optiker steht auch nicht auf der Liste der Optiker, die dieses Verfahren anbieten. Sind die „normalen“ Messgeräte denn unterschiedlich genau bzw. gibt es sonst entscheidende Unterschiede?

Von 3- oder mehr-Achsenfehlern oder von Fehlern höherer Ordnung war beim Optiker nie die Rede. Allerdings gehe ich stark davon aus, dass das auch nicht nachgemessen worden ist, wenn man dafür Spezialgeräte braucht.

Das heißt nun, ich gehe am besten zu einem anderen Optiker, der das i.Profiler hat und das Nachmessen kann?! Oder soll ich besser mal beim Arzt nachfragen, ob er das messen kann? Und wie bekommt man denn dann diese Fehler am besten weg, wenn mit Brillengläsern nur unvollkommen? Oder können die ZEISS-Gläser das dann?

Liebe Grüße Smile

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

das beste ist wirklich, zu einem Optiker zu gehen, der den Iprofiler hat.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers fibsie
Beigetreten: 20. Dezember 2014 - 15:17

Hallo,
ich schreibe meine Geschichte hier mal weiter…

Inzwischen habe ich mich bei einem anderen Optiker mit dem i.Profiler untersuchen lassen. Die eigentliche „Überraschung“ gab es allerdings bei der subjektiven Refraktion. Es kamen dabei nämlich deutlich geringere Werte für die Sphäre heraus. Rechts z.B.: +0.25 statt +1.00 wie in der Brille und das obwohl selbst der i.Profiler höher angezeigt hat. Die Hornhautverkrümmung war ähnlich und ist wohl annähernd richtig so (Habe die gemessenen Werte nicht schriftlich bekommen).

Der Optiker meinte dann so was wie: „Kein Wunder, daß Sie damit weit nicht gut sehen können“. Größere Unterschiede zwischen Automatenwert und subjektiver Refraktion wären ungewöhnlich aber durchaus möglich.

Der Optiker hat nun folgende Vorgehensweise vorgeschlagen: Ich soll zunächst mal die „alte“ Brille möglichst regelmäßig tragen (Hab ihm gesagt, daß ich das vorher nie so wirklich gemacht habe. Vor allem nicht zum weitgucken, weil es ja unscharf ist). Es könne wohl möglich sein, daß meine Weitsichtigkeit (also der sphärische Wert) eigentlich doch höher ist, nur meine noch recht jungen Augen (bin Mitte 20) das erstmal verbergen. Ich soll in zwei, drei Wochen nochmal zum Messen rein kommen und wenn es dann immer noch fern unscharf ist, würde er mir Gläser mit „seinen“ Werten machen.

Finde das schon ein bißchen komisch. Muß man sich wirklich lange an eine Brillenstärke gewöhnen? War früher irgendwie nie so…

Ein weiterer Vorschlag war, ich könne doch nochmal zum Augenarzt gehen und mich dort mit speziellen Tropfen untersuchen lassen. Das wär in meinem Alter (Mitte 20) zwar nicht mehr unbedingt so üblich, wie bei Kindern, könnte aber durchaus bei Weitsichtigkeit Licht ins Dunkle bringen.

Fazit: Ich achte nun darauf, die Brille wirklich regelmäßig zu tragen. Und ich meine, es ist wirklich schon etwas besser geworden. Alles ab geschätzten 5 Matern ist aber immer noch so naja… Wie lange kann das denn dauern? Und ist das normal alles so? Habe außerdem nächste Woche noch einen Termin beim Augenarzt… Mal gucken, was dabei raus kommt.

Viele Grüße Smile

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

wenn getropft gemessen wird und ein höherer Pluswert entdeckt wird, ist dieser meist leider unverträglich. Deswegen werden Werte nach Tropfen immer nur zu 2/3 verordnet. Also ist der Vorschlag des Kollegen nicht so falsch, aber ich würde schon nach 1 Woche prüfen.

Viele Grüße

Eberhard