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Bild des Benutzers SirSydom
Beigetreten: 25. November 2013 - 13:15
28, Weitsichtig, Probleme in der Nähe

Hallo!

Ich habe eine Brille seit ich 2 Jahre alt bin. Früher wohl mit über 7 Dioptrin, die vorletzte Brille hatte +5,x, mit einem Zylinder von 2 und 2,5 auf dem anderen Auge.

Nun war schon vor ca. 4 Jahren das Problem, dass ich mit der neuen, schwächeren Brille Probleme in der Nähe hatte - Bildschrimarbeit praktisch nicht möglich, Lesen sehr schwer. Daraufhin hat mir der Augenarzt 0,5 mehr angeraten, was wir dann auch gemacht haben.

Ergebnis waren Werte von +4,75 und +5.

Passte soweit.

In letzter Zeit hat ich speziell in der Ferne extreme Probleme. Sehtest zeigt eine neue Stärke +3,75, aber damit auch Probleme in der Nähe. Schwächer, Lesen geht und Bildschirm auch, aber es ist schon sehr anstregend, vor allem Abends. Trotzdem haben wir die Brille für die Ferne ideal eingestellt.

Nun soll für explizite Lese- oder Bildschirmarbeit eine Brille her, die 0,5 mehr drauf hat - Damit wird es besser, aber nicht so gut wie mit der alten Brille.

Frage a)

was haltet ihr davon? Ist das "Altersweitsichtigkeit", mit 28, Akkomodationsschwäche? Oder kommt das ggf. von der Überkorrektur? Kann ich hoffen, das es wieder besser wird? Sollte ich ggf. auf die "Lesebrille" verzichten?

Frage b)

Das mit die Firma die Bildschirmarbeitsplatzbrille bezahlt, haben die mich zu einem Kettenoptiker geschickt, da billiger. Meine reguläre Fernbrille habe ich beim Optiker meines Vertrauens machen lassen...

Also bin ich mit Brillenpass zu Fielmann. Beim einstellen der Werte, die auf dem r+h Brillen in Pluszylinderschreibweise stehen, hatte der gute Kerl Probleme, dann hat er die Brille gemessen statt zu rechnen.

Auf dem Brillenpass steht:

R +1,75 +2,00 Achse 99
L 1,25 +2,25 Achse 74

Die Lesebrille mit 0,5 Aufschlag soll werden:

R +4,25 -2,00 Achse 11
L +4,25 -2,5 Achse 162

Da hat sich der gute Mann doch vermessen, oder?? Müsste doch Achse 9 und 164 sein?

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

1. ist es nur eine unterschiedliche Schreibweise,Pluszylinder gegen Miniuszylinder, aber sehr ähhnliche Werte.

Zudem sprichst Du von deutlich höheren Werten früher. Bitte füge die richtigen Werte incl.Zylinder ein, sonst können wir Dir nicht helfen.

Eine zusätzliche Sache: mit 28 Jahren eine Lesebrille zu brauchen spricht für eine binokulare Störung, = Esophorie= Innenschielen, was nicht sichtbar sein muss.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers SirSydom
Beigetreten: 25. November 2013 - 13:15

Erstmal Danke für die Antwort.

Ich suche die Werte heute Abend mal raus. Die letzten 10 Jahre kann ich rekonstruieren.

Zum Thema Innenschielen, Treffer!

Ich weiß dass ich als Kleinkind extrem geschielt habe, es waren auch div. OP-Termine angesetzt, zu denen ich aber immer krank war. Dann hat es sich soweit gebessert, dass eine OP nicht mehr nötig war (Soviel aus Erzählung meiner Eltern..).
Ich weiß auch, dass "geklebt" wurde.

Und ich habe heute ein gestörtes binokulares Sehen, ja. Auf den 3D-Testbilder kann ich die ganz groben erkennen.

Weiterhin ist mein linkes Auge dominant, mit dem Rechten sehe ich bewusst nur, wenn ich das Linke schließe.

Das zeigt sich beim dem Test wo dem einen Auge ein Kreis und dem anderen ein Rechteck gezeigt wird, da sehe ich entweder Kreis oder Rechteck, aber nie beides.

 

Mich würde der Zusammenhang zwischen Lesebrille und binokularem Sehen aber interessieren, kann ich hierzu irgendwo was nachlesen? Oder kannst du es kurz erklären?

 

Zum Thema Plus/Minuszylinder:

Ja, ich weiß, ich hab es ja auch selbst zur Probe umgerechnet.
Aber statt die die Pluyzsliner-Angaben vom definitv korrektem und frischem Brillenpass abzuschreiben hat der Optiker die Brille vermessen und ist dabei auf andere Werte gekommen als rechnerisch ermittelt. Es wurde kein Sehtest mehr gemacht. Ich hab mir sagen lassen, bei der Achse des Zylinders sind schon einzelne Grad wichtig.

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

bei Innenschielen wird das Anpassungsvermögen, die Akkomodation, nicht voll genutzt, weil Konvergenz und Akkomodation untrennbar zusammenhängen.

Bei Dir ist es noch schwieriger: Du siehst hauptsächlich mit dem linken Auge, also konvergierst Du auch nicht. Deswegen kannst Du nur eingeschränkt akkomodieren und eine verfrühte Lesekorrektur ist erforderlich.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers SirSydom
Beigetreten: 25. November 2013 - 13:15

Danke für die Erklärung. Das klingt nicht gerade aufbauend.

Aber ich hatte ja noch Hausaufgaben:

04/2005 (21J):
R +5,25 -2,00 Achse 4
L +5,50 -2,25 Achse 168

=> normales Sehen, keine Beschwerden

 

08/2009 (25J):
R+ 4,25 -2,00 Achse 5
L +4,50 -2,25 Achse 160

=> mit den neuen Werten durch Optiker ermittelt extreme Probleme im Nahbereich, nach Augenarztbesuch +0,5 auf beiden Augen (keine explizite Diagnose) und neue Brille, damit war es ok.
09/2009 (immer noch 25J):
R+ 4,75 -2,00 Achse 5
L +5,00 -2,25 Achse 160
 

Deutliche Probleme im Fernbereich (Autofahren, TV) seit einiger Zeit.

09/2013 (28J)

Augenarzt misst (fürs Rezept) objektiv (abgerechnet wurde objektiv und subjektiv, aber ich glaub ich hätte es gemerkt wenn ich eine subjektive Refraktionsbestimmung gehabt hätte..).
Auf die angesprochenen Probleme im Nahbereich wird nicht eingegangen. ".. kommt von der Überkorrektur ..."

R +3,25 -2,00 Achse 180
L +3,75 -2,00 Achse 175

Optiker misst (zweimal, beidemale durch versch. Optikermeister, einmal morgens und einmal abends):

R +3,75 -2,00 Achse 9
L +3,75 -2,5 Achse 164

Mit dieser Brille kann ich - im Gegensatz zu der von 08/2009 am PC arbeiten - es ist anstrengender, aber es geht.
In der Ferne massive Verbesserung, ich sah die Welt buchstäblich mit anderen Augen.

Weiterhin fällt mir folgendes auf:
Die berühmten zu kurzen Arme kann ich gar nicht nachvollziehen. Ab ca. 20cm sehe ich "scharf", danach wirds nicht mehr besser. Ich hab mir gerade mal selbst einen Sehtest - Schriftgrad 11 bis 3,5 gebastelt.

Bei einem Abstand von 18-20cm kann ich Schriftgrad 3,5 lesen. Anstrengend, aber gut lesbar. Gehe ich weiter weg, wirds nicht besser, vielmehr zu klein zum entziffern. Aber auch die größeren Schriftarten werden bei mehr als 20cm nicht schärfer.

Bilde ich mir alles nur ein!?! Ich habe aber definitv das Gefühl, mit der neuen Brille schlechter zu sehen am PC, ermüde schneller, habe öfter mal Kopfschmerzen.
Kann es sein dass ich mich an die Vergrößerung von 1 bzw 1,25 Dioptrin so gewöhnt habe???

Noch ne andere Frage: Ist es normal dass sich Weitsichtigkeit in den 20ern noch so deutlich verändert?

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

 

Du hast Dich sicher an die zu starken Gläser beim Nahsehen gewöhnt, auch das trug zur Akkomodationsmüdigkeit bei. Weitsichtigkeit -- besser Übersichtigkeit kann sich immer ändern, meist allerdings in Richtung Plus und nicht immer weniger.

Die Kopfschmerzen am PC können auch vom gestörten Binokularsehejn kommen.

Ich müsste Dich bei mir im Prüfraum haben, um wirklich alles erklären zu können.

Viele Grüße

Eberhard