Forum

13 Beiträge / 0 neu
Letzter Beitrag
Bild des Benutzers Max Stenzel
Beigetreten: 1. Dezember 2017 - 13:22
Monokulare Dreifachbilder, Irregulärer Astigmatismus, Suche Spezialist

Liebe Forummitglieder,
lieber Herr Luckas,

auf dem rechten Auge (linkes zugedeckt) sehe ich zusätzlich zum Original zwei weitere Abbildungen, eine in ca. 45 und die andere in ca. 120 Grad, ich nenne es "Dreifachbilder".

Augenärzte inkl. Augenklinik konnten bisher nichts finden; erst der (für Augenärzte wohl zu teure) Zeiss i.profiler gestern beim Optiker im Nachbardorf (!) brachte bei der Wellenfrontmessung eine deutliche Grafik der Abbildungsqualität des Auges zu Tage (s.Anhang): darin sind 3 deutliche Dellen zu sehen (vielleicht eine Erklärung für die Dreifachbilder). Es handelt sich laut Optiker dabei um einen irregulären/asymmetrischen Astigmatismus, der bei meiner starken Kurzssichtigkeit weder mit Brille noch Kontaktlinsen ausgeglichen werden könne. Da meine Hornhaut in der Augenklinik u.a. auf Keratokonus untersucht wurde, liegt das Problem wohl tiefer (Netzhaut?/Glaskörper? etc.). Eine neurologische Untersuchung brachte kein Ergebnis, ob ein MRT sinnvoll ist, weiß ich nicht.

Wer kann mir eine darauf spezialisierte Augenklinik nennen oder Aussagen zu meinem Problem machen?

Wer sich tiefer einarbeiten möchte, lese bitte weiter:
Hauptproblem:
- monokulare Mehrfachbilder auf dem rechten Auge (ein Original, zwei Abbildungen daneben), seit ca. 1 Jahr auffällig

weitere Beschwerden rechtes Auge:

- hohe Kurzsichtigkeit: -12,0/-0,5 cyl./(176° ?), (links: -10,5/-0,5cyl./161°)
- die Kurzsichtigkeit auf dem rechten Auge hat sich seit ca. 2 Jahren deutlich verschlechtert, davor ca. 15 Jahre stabil.
- seit ca. 2 1/2 Jahren beginnende (Alters-)Weitsichtigkeit (bin 41 Jahre alt)
- gelegentlich Eindruck eines Schleiers
- Lichtkreis aus Regenbogenfarben um jede helle Lichtquelle
- Mehrfachbilder verschwinden bei Verwendung der stenopäischen Lücke (Lochpapier), das Bild wird recht scharf, allerdings bleibt ein Schleier in der Bildmitte, und Verzerrungen treten beim Verschieben des Lochpapiers auf.

bisherige Befunde:

- Arzt 1: Lesebrille über Kontaktlinsen verwenden, dann wird alles gut (Lachen erlaubt)
- Arzt 2: wohl auf Astigmatismus zurückzuführen, sonst kein Befund, Ratlosigkeit
- Augenklinik: „kontaktlinsenbedingte Benetzungsstörungen DD, kontaktlinseninduzierter Astigmatismus“, dazu muss ich sagen, dass ich seit 3 Monaten keine Kontaktlinsen mehr tragen und das Problem genau das Gleiche wie vorher ist.
- Optiker: siehe oben

Vielen Dank im Voraus!

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Max,

interressant wären jetzt Topographiebilder der Hornhaut, das ist auch mit dem I.profiler messbar. Dann könnte man entweder das Urteil zu trockene Augen anführen oder dieses Argument verneinen. Der 3-fach Fehler ist normalerweise nicht zu korrigeren, aber Zeiss kann mit Hilfe der Messungen die Gläser so optimieren, dass das Sehen deutlich besser wird. Frage Deinen Optiker mal danach.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Max Stenzel
Beigetreten: 1. Dezember 2017 - 13:22

Hallo Eberhard,

danke für Deine prompte Antwort! Wenn es zu trockene Augen wären, müssten die Dreifachbilder bei regelmäßiger Augentropfenverabreichung ja verschwinden oder zumindest weniger werden. Das tun sie jedoch leider nicht. Sie sind immer in gleicher Art vorhanden, egal ob morgens, abends, fit, müde...

Der Optiker sprach die besonderen Zeissgläser an, meinte aber, dass diese bei meiner Kurzsichtigkeit und den "Dellen" wohl kaum etwas bewirken können.

Viele Grüße

Max

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Max,

hat er das denn ausrechnen lassen von Zeiss? Es gibt beim I.profiler die Möglichkeit, die Daten auszusdrucken und an Zeiss zu senden.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Max Stenzel
Beigetreten: 1. Dezember 2017 - 13:22

So wie ich es verstanden habe, gingen die Daten direkt zum Server von Zeiss. Es folgte ein Schaubild, wie die Korrektur aussehen würde. Das schien äußerst geschönt, und der Optiker war sehr skeptisch, ob das erreicht werden kann. Er meinte, wenn der Visus von Haus aus besser wäre, sprich weniger Kurzsichtigkeit vorhanden, könne man mit den zeiss Gläsern schon was rausholen, aber in meinem Fall...

Mein Auge scheint mir so verkorkst zu sein, dass ich lieber gerne erst die Ursache dafür wüsste bevor ich viel Geld in spezielle Brillengläser investiere ohne zu wissen, ob es dann was bringt. Habe in einer Woche ein MRT-Termin. Vielleicht bringt dies ja Aufschluss darüber, an welcher Stelle im Auge diese "Dellen" zu finden sind, die zu den Dreifachbildern führen. Wenn es die Linse wäre, könnte man sie ja wie bei einer Star-Operation austauschen und gleich noch die Kurzsichtigkeit korrigieren - so jedenfalls meine stllle Hoffnung...

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

da wird das MRT nichts finden, da es sich nicht um eine Erkrankung handelt, sondern um eine reine optische Begebenheit.

Eine korrekte Brillenglasbestimmung und eine Aufnahme der Hornhautvorderfläche kann Dir sagen, ob Deine Augenlinse Schuld ist an diesem Dilemma.

 

Schreibe mir mal per PN oder Mail, wo Du wohnst, oder habe ich die Daten schon?

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Max Stenzel
Beigetreten: 1. Dezember 2017 - 13:22

Noch eine Entdeckung: obwohl das rechte Auge sowohl in der Bestimmung der objektiven (i.profiler: sogar -16 Dioptrien) als auch in der subjektiven Refraktion (-12 Dioptrien) deutlich schlechtere Werte als das unproblematische linke Auge erzielt, sehe ich ohne Brille kontrastreiche vertikale Kanten (Tür, Schrank, Spiegel etc) deutlich schärfer als mit dem linken Auge. Drehe ich meinen Kopf um 90 Grad, sind dann horizontale Kanten scharf. Das ist schon alles sehr komisch...

Bild des Benutzers Max Stenzel
Beigetreten: 1. Dezember 2017 - 13:22

Hallo Eberhard,

es zeigt mir jetzt erst an, dass Du ja schon gestern vormittag geschrieben hast: ich werde den Optiker im Nachbardorf nochmal kontaktieren, um mit dem i.profiler eine Aufnahme der Hornhautoberfläche machen zu lassen. Wenn dies auch Aufschlüsse über die Augenlinse gibt, nutze ich die Chance! Ich denke zwar, dass die Augenklinik letzten August sowas auch gemacht hat, u.a. um Keratokonus auszuschließen, aber mittlerweile kommen mir doch Zweifel, ob dort wirklich alles ausgereizt wurde, bin ja "nur" Kassenpatient.

Da diese Dreifachbilder erst seit einem guten Jahr offensichtlich sind, sprich, sich im Auge in recht kurzer Zeit etwas grundlegend verändert zu haben scheint, möchte ich mit dem MRT einfach alles ausschließen, was möglich ist. Sowohl der Opiker als auch Neurologe hatten schon Zweifel am MRT.

Die Optometristin in der Augenklinik hatte sich richtig viel Zeit genommen, dabei merklich Ehrgeiz entwickelt und diese subjektiven Werte ermittelt:
-12,0 Dioptrien/-0,5 cyl./176°, wobei man die 176° in Klammern setzen kann, da ich ja zwei verschiedene Werte bräuchte.
Ich sah die Buchstaben/Zahlen dann zwar leidlich scharf, aber die Mehrfachbilder haben mir immer noch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich erzielte einen Visus von 30 oder 50 %.

Schöne Grüße

Max

Bild des Benutzers Max Stenzel
Beigetreten: 1. Dezember 2017 - 13:22

Nachtrag: Der i.profiler hat bei der Messung der Hornhautoberfläche keine Auffälligkeiten zu Tage gebracht.

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin,

dann kann es noch die Augenlinse sein, die zur Mehrfachbrechung beiträgt.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Max Stenzel
Beigetreten: 1. Dezember 2017 - 13:22

Hallo Eberhard!

Auf welche Art und Weise könnte man die Augenlinse untersuchen, um Sicherheit zu erlangen, dass es an ihr liegt?

Käme auch die Netzhaut für solche Mehrfachbrechungen in Frage?

Ein Austausch der Linse mit (gleichzeitiger Dioptrienkorrektur) würde dann vielleicht doppelt zum Erfolg führen. In einem anderen Forum habe ich von einem Fall gelesen, der sich als seltene Form des grauen Stars ohne die üblichen Symptome wie Schleier etc. herausgestellt hat. Der operierende Arzt war selbst skeptisch, ob die Doppel-/Mehrfachbilder weggehen würden - was aber zum Glück der Fall war.

Das MRT heute brachte (zum Glück) nichts zum Vorschein.

Schöne Grüße

Max

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Max,

es kann nur durch Entfernen der Augenlinse, also Star-OP, erkannt werden,ob es die Linse wirklich ist, die diese Symptome hervorruft.  Da es wahrscheinlich auf Grund Deines Alters von nur 41 Jahren kaum eine Diagnose "Grauer Star" geben wird, ist es eine reine kosmetische OP. Der Vorteil wäre, dass Deine hohe Kurzsichtigkeit damit auch weg wäre. Spreche das mal mit Deinem Augenarzt ab.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Max Stenzel
Beigetreten: 1. Dezember 2017 - 13:22

Moin Eberhard,

das klingt ganz so, wie ich es mir auch erhoffe!

Habe mir durch die AOK drei Spezialisten für mein Problem nennen lassen: Erstaunlicherweise ist keine Augenklinik darunter, sondern alles Ärzte, die in ihren Augenzentren OPs durchführen. Im Normalfall wäre ich da skeptisch, in dem Fall denke ich, dass ich gleich am richtigen Platz bin. Der Termin ist allerdings erst MItte März. Ich berichte dann, was Sache ist.

Schöne Grüße

Max