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Bild des Benutzers CracklinRosie
Beigetreten: 18. Oktober 2017 - 15:45
Probleme mit neuer Arbeitsplatzbrille

Ich habe vor gut 2,5 Wochen eine neue Fern- und Arbeitsplatzbrille bekommen. Es wurde ausführlich alles ausgemessen und die Gläser gefertigt und angepasst. Mit der Fernbrille hatte ich so gut wie keine Probleme. Die Arbeitsplatzbrille allerdings treibt mich in die Verzweiflung: 

Ich sehe damit keine parallelen Linien mehr, sondern diese trapezförmig - alles unten breiter als oben. Alle quadratischen oder rechteckigen Gegenstände werden derart "verzerrt".
Das Lesen und die PC-Arbeit fallen mir deutlich schwerer, weil ich beständig das Gefühl habe, vor allem mit dem rechten Auge ständig fokussieren zu müssen. Inzwischen muss ich schon mit Feuchtigkeits-Tropfen arbeiten, weil immer öfter die Augen brennen.
Wenn ich aufstehe fühle ich mich wie besoffen und muss mich erst konzentrieren, um nicht ins Schwanken zu geraten.
Der Leseteil ist so schmal, dass ich nicht mal eine TB-Seite auf ganzer Breite scharf sehen kann, ohne den Kopf mitbewegen zu müssen - Abstand moderat auf einem Lesekissen - nicht etwa direkt vor dem Gesicht.
Ich finde keine Stellung, in der ich das Gefühl habe, wirklich scharf zu sehen - immer nur mit einem Auge und das andere muss arbeiten wie verrückt.
Am meisten Schärfe erreiche ich, wenn ich schräg durch die Brille gucke und am besten noch, wenn ich den Kopf etwas auf die Seite lege. Dann wird auch die schräge Kante an der jeweiligen Seite gerader. 

Ich war jetzt schon 2mal bei dem Optiker und der hat die Gläser nachgemessen und sogar meine Werte nochmal kontrolliert und meinte immer, dass alles optimal passen müsste. Er hat auch die Zentrierung und Ausrichtung geprüft und auch das soll alles prima stimmen. Überprüfen kann ich das aber ja nun nicht. Er ändert mal den Winkel, wie die Brille auf der Nase sitzt und auch die Höhe der Brille, damit ich leichter ganz oben durchgucken kann, aber am schlechten Seh-Gefühl ändert sich insgesamt gar nichts. Mal geht dann das Lesen etwas besser, mal ist es am PC etwas weniger schlimm. Das Raumgefühl ist natürlich besser, je tiefer die Brille sitzt, aber dann kann ich kaum noch den Leseteil nutzen, weil der so weit unten sitzt. Mit den alten APB hatte ich all diese Probleme nicht!

Nun war hier am WE eine Gesundheitsmesse in der Stadt und dort war ein Stand, wo man einen Sehtest machen lassen konnte und die auch die Brillen gemessen haben. Die meinten, dass die (allerdings nur oberflächlich mit diesem Ballon-Teil) gemessenen Werte durchaus zur Fernbrille passen würden. Auf meine Probleme mit der Arbeitsplatzbrille angesprochen haben sie auch diese nachgemessen und gesagt, dass das rechte Glas bei der Hornhautverkrümmung 0,5 Dioptrien von der Fernbrille abweichen würde. Keine Ahnung warum - das sei allgemein nicht üblich, so etwas zu machen. Wenn beide Brillen im Wechsel getragen würden, dann würden beide tunlichst mit den gleichen Werten gefertigt. 

Das habe ich meinem Optiker am Montag gesagt und er maß daraufhin nochmals nach und meinte, er könne nicht verstehen, was der Kollege da gemessen hätte - die Brille habe die gleichen Werte wie die Fernbrille. Er hat mir dann sogar die Werte ausgedruckt und mitgegeben. Nur.... da stehen andere Werte drauf als bei der Fernbrille, was er mir so erklärte, dass das daran läge, dass es ja eine Mehrstärkenbrille sei. Es sind auch irgendwelche Prismen angegeben, bei denen ich gleich hellhörig wurde. Da meinte er, das wären keine Prismen mit optischer Wirkung - die würden vom Hersteller der Gläser (Zeiss) genutzt, um die Gläser dünner herstellen zu können.  
Überhaupt würden die Gläser mit den gemessenen Werten bestellt und die Veränderungen würde der Hersteller selbstständig vornehmen und da hätte er als Optiker keinen Einfluss drauf.  

Ich weiß natürlich, dass jede neue Brille Eingewöhnung braucht. Bei der Fernbrille war das nach 2 Tagen gegessen und mit der sehe ich natürlich auch keine Trapeze statt Rechtecken. Ich trage seit gut 5-6 Jahren eine Arbeitsplatzbrille und das wären jetzt die 3. Gläser dafür - seit gut 35 Jahren bin ich Brillenträgerin. Bisher hatte ich noch nie diese Erscheinung und konnte mich sowohl mit der alten Brille problemlos bewegen als auch am PC arbeiten und kurze Zeit lesen. Aber der Lesebereich wurde 1 Dioptrien angehoben - ich komme halt in die Jahre. Wobei ich nach wie vor bei gutem Licht ohne Brille lesen kann, es strengt nur auf die Dauer sehr an. Im Fernbereich war auf dem einen Auge eine leichte Verbesserung und bei dem anderen Auge eine Verschlechterung von 0,25 Dioptrien, wenn ich das richtig behalten habe. Leider finde ich den alten Brillenpass nicht mehr wieder. 

Ich habe gerade die Arbeitsplatzbrille den ganzen Tag auf der Nase, nur unterbrochen von der Fernbrille beim autofahren und wenn ich draußen zu Fuß unterwegs bin. Ich bin kurz davor, die wieder mit den alten Gläsern zurück bauen zu lassen - aber über 430 € setze ich ehrlich gesagt ungern in den Sand. Da habe ich mir zum ersten Mal ein paar richtig gute Gläser dafür geleistet und dann sowas... Leider bietet der Optiker auch keine Zufriedenheitsgarantie an sondern wohl nur Zeiss, wo ich dann 1 Lese und 1 Fernbrille bekäme.

Zuvor hatte ich Einfach-Plastikgläser eines mir unbekannten Herstellers, die zusammen 250 € kosteten. Jetzt sind es wie gesagt Zeiss-Gläser aus Glas, weil ich die eigentlich vom optischen Empfinden (Kontrast, Licht, Farben, Transparenz) bevorzuge. Die Fernbrillen sind bei mir seit eh und je aus Zeiss Glas. 

Sie soll den Sehbereich bis ca. 2 m abdecken, genau wie die Brillen zuvor. Ich konnte bisher immer deutlich weiter gut damit schauen. Dieser Komfort ist jetzt auch wesentlich schlechter geworden.

Die Werte lt. Brillenpass: 

R sph -2,75 cyl +1,50 A 160 PD 30,00 
L sph - 2,50 cyl +1,00 A 27  PD 30,00    -    Bei der Arbeitsplatzbrille ist noch eine Add von 2,25 angegeben 

Die Ausdrucke der Glasmessungen:

Bei der Fernbrille wurden genau die obenstehenden Werte gemessen, Ausn. L: A 28 statt 27
Dazu steht auf dem Messprotokoll aber noch R: PSM 0,00 - 0 Base  und L: PSM 0,25 - 28 Base

Bei der Fernbrille habe ich lediglich das Problemchen, dass ich genau geradeaus nicht ganz scharf sehe, sondern leicht schräg durchschauen muss. Das habe ich bei der APB allerdings auch.

Bei der Arbeitsplatzbrille wurden diese Werte gemessen:

R sph - 2,00 cyl + 1,50 A 157 PSM 1,00 269 Base
L sph - 2,00 cyl + 1,00 A 30 PSM 0,50 325 Base

Auf meinen Gläsern steht außen das Zeiss-Logo sowie untereinander 22 und 400 - innen kann ich es nicht mehr lesen, da es z. T. abgeschnitten ist. Welche Gläser es sind, kann ich nicht sagen, denn es steht auf der Rechnung nirgends drauf.

Da ich mit den Werten nicht wirklich was anfangen kann und erst recht nicht nachvollziehen kann, was von den ganzen Aussagen denn nun stimmt und was nicht: Kann mir hier vielleicht jemand weiterhelfen? 

Beste Grüße

Rosie

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Rosie,

zuerstmal: das Prisma ist ein Dickenreduktionsprisma, damit für Dich optisch ohne Bedeutung.

Alle Beschwerden deuten für mich auf fehlerhafte Zentrierung. Das will Dein Optiker allerdings nicht bestätigen. Ich würde einen anderen Optiker bitten, das so neutral wie möglich zu prüfen.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers CracklinRosie
Beigetreten: 18. Oktober 2017 - 15:45

Hallo Eberhard,

vielen Dank für deine Einschätzung! Bin ich zumindest wegen des Prismas beruhigt  :-) 
Wäre das auch vonnöten gewesen bei Kunststoffgläsern? 

Dann bleibt mir wohl doch nichts anderes übrig, als damit zum nächsten Optiker zu gehen und um Überprüfung zu bitten. 

Warum ist denn eigentlich die Sphäre bei dieser Brille auf beiden Seiten auf 2,00 gesetzt worden, obwohl 2,50 bzw. 2,75 bestimmt wurden? 

Beste Grüße

Rosie

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Rosie,

bei Arbeitsplatzgläsern werden die Werte nicht immer so aufgeschrieben, wie bei einer normalen Gleitsichtbrille. Je nach Hersteller gibt es da nominelle Abweichungen, die aber im Ergebnis korrekt sind. Dass bei der Arbeitsplatzbrille die Werte gleich sind und nicht wie bei der Fernbrille unterschiedlich, ist allerdings nicht normal. Lagen die Messungen zeitlich weit auseinander?

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers CracklinRosie
Beigetreten: 18. Oktober 2017 - 15:45

Hallo Eberhard,

die sind in einem gemessen und bestellt worden. Auch wenn die APB erst gut 2 Wochen später fertig war, da sie beim Einbau ein Glas zerbrachen. Mich wunderte es auch, denn die übrigen Werte stimmen ja praktisch überein mit der Fernbrille.

Was mich auch noch interessieren würde, sind die zugegeben geringen Abweichungen bei den Achs-Werten. Zu den gemessenen hat das rechte Glas 3 weniger und das linke 3 mehr bekommen. Ich als Laie würde nun vermuten, dass sich das beim Gucken summiert, also insgesamt 6 (ist das in Grad angegeben?) beträgt. Ist das tatsächlich nicht feststellbar beim Sehen oder von etwas empfindsamen Leuten schon? Ich frage nur, weil ich auch immer diese Glasmarkierungen wahrnehme wo mir bisher jeder Optiker sagte, dass das eigentlich nicht sein kann. 

Beste Grüße

Rosie

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Rosie,

es ist nicht nachzuvollziehen, warum die Sphäre und die Achsenlagen abweichen. Nicht nur empfindliche Leute können das spüren. 

Meine Empfehlung ist immer noch, zu einem anderen Optiker zu gehen und alles prüfen zu lassen, auch wenn das vielleicht nicht kostenlos ist, aber evtl. gewinnt er eine neue Kundin ! ?

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers CracklinRosie
Beigetreten: 18. Oktober 2017 - 15:45

Hallo Eberhard,

gesagt, getan - ich war beim nächsten Optiker samt Brillen und Brillenpässen und die waren sehr freundlich und haben sich richtig Zeit genommen. Hier nun die Werte, die dort bei meiner Brille gemessen wurden:

R: sph -2,25 cyl +1,25 A 157 PD 27
L: sph -2,00 cyl +0,75 A 27 PD 27  Add bei beiden Gläsern +1,50

Die Pupillendistanz steht auf dem Brillenpass mit je 30 angegeben.

Die Dame hat mit noch auf dem Display ihres Messgerätes (steht Wave Lens Pro auf dem Ausdruck) gezeigt, dass alle Schärfebereiche komplett im inneren Bereich liegen - also unmittelbar neben der Nase - und vll. über geschätzt 1/3 der Brillenbreite gehen. 

Sie hat dann noch die Brille entführt und die Zentren markiert und bei mir kontrolliert: Rechts soll es korrekt liegen, links hingegen etwas zu weit nach innen. 

Sie meinte, dass für die Verzerrung doch womöglich die Prismen für die Dickenreduktion verantwortlich sein könnten. Sie hätte das noch nie gesehen, dass Prismen einfach so vom Hersteller eingearbeitet worden wären, arbeitet aber auch nicht mit Zeiss sondern Rodenstock und Steiner zusammen. Sie konnte sich auch nicht vorstellen, dass das bei meiner nicht gerade extremen Fehlsichtigkeit schon nötig wäre. Mit knapp 2 dpt wären die Gläser ja noch nicht so wahnsinnig dick.
Vielleicht bin ich extrem empfindlich, was Prismen angeht? 

Mich wundert so langsam, dass offenbar bei jedem Messgerät was anderes heraus kommt. Hier ja jetzt sogar eine nicht unerhebliche Abweichung bei der Addition und der Pupillendifferenz. So kann man das doch alles gar nicht wirklich vergleichen, wenn jedes Messgerät anders arbeitet  sad  Welches Gerät misst denn nun korrekt?

Bei "meinem" Optiker steht auf den Messprotokollen übrigens Topcon CL-100 drüber. 

So langsam verliere ich komplett den Durchblick (passt ja in dem Falle gut)! 

Frustrierte Grüße

Rosie

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Rosie,

 

die Add. ist deswegen geringer bei der Arbeitsplatzbrille, weil die Ferne weniger Minus hat, soweit ist da o.K. Die nicht ganz exakte Zentrierung links können zu dem eingeengten Gesichtsfeld führen.

Warum Zeis bei Minusgläsern auch das Dickenreduktionsprisma macht, weiß ich nicht. Aber es hat für Dich wirklich keine Bedeutung.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers CracklinRosie
Beigetreten: 18. Oktober 2017 - 15:45

Hallo Eberhard,

nochmals danke, dass du dir mit mir Optik-Dummie so viel Mühe gibst.  blush

Wie kommen denn jetzt die abweichenden Werte sowohl bei Sph als auch Cyl und A und jetzt sogar noch der Add zustande? Sind das tatsächlich unterschiedliche Werte oder rechnen die Apparate das alles nur unterschiedlich aus? 

Und was mach ich, wenn "mein" Optiker wieder nur behauptet, dass die Zentrierung auch links korrekt sitzt und die Dame beim Kollegen nur nicht vernünftig geschaut hat? 

Noch ganz nebenbei eine andere Frage: Ist Zeiss dafür bekannt, dass empfindliche Leute mit deren Gleitsichtgläsern Probleme haben? Mir fiel nämlich heute auf, dass sowohl "mein" Optiker als auch der wo ich heute war normalerweise nicht mit Zeiss arbeiten sondern mit Rodenstock. Hat das gute Gründe (außer einer vll. größeren Gewinnspanne)? Es scheint ja keine Ausnahme darzustellen. 

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Moin Rosie,

es sind reine betriebswirtschaftliche Gründe, welchen Glashersteller man hauptsächlich braucht. Ich habe mit Zeiss nie Probleme gehabt, außer Beschichtungsprobleme, die aber alle Hersteller hatten.

Wenn ich ein Gleitsichtglas messen will, muss ich die messbaren Zonen kennen, was ich nur auf Grund der Lasermarkierungen der Gläser sehen kann. Wenn ich die nicht zu Hilfe nehme, messe ich nicht exakt.

Die Add. ist abhängig vom Glastyp. Das habe ich Dir oben schon erläutert.

Was Du machen sollst, wenn Dein Optiker alles ablehnt... Brille zurückgeben? Wenn er das macht, o.k. Danach zum 2. Optiker gehen.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers CracklinRosie
Beigetreten: 18. Oktober 2017 - 15:45

Was Du machen sollst, wenn Dein Optiker alles ablehnt... Brille zurückgeben? 

Nur leider ist der ja nicht Fielmann, wo man einfach hingeht und sagt man kommt nicht zurecht und bekommt sein Geld zurück.  wink

Ich werde also mein Glück versuchen und dann wahrscheinlich einen anderen Optiker versuchen. Alles nicht sehr erquickend, denn dann gehe ich wieder das Risiko ein, dass es nicht funktioniert. Könnte gut sein, dass das etliche Leute zu Fielmann und Apollo treibt, weil man dort eben kein Risiko eingeht. 

Lieben Dank nochmal für deine Hilfestellungen und viele Grüße

Rosie

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Beigetreten: 7. November 2000 - 0:00

Hallo Rosie

ich waere trotzdem hingegangen und haette darum gebeten, den Kaufvertrag rueckgaengig zu machen, weil du mit der Leistung nicht zufrieden warst.

Unstimmigkeiten sind da.

-Keine optimale Zentrierung

-Abweichung der Fernbrille zur APB

-Trapezfoermiges Sehen

BTW Ist das die erste MehrstaerkenAPB? Kann es sein, dass deine alte APB Einstaerkenglaeser hatte?

Gruss Burkhard

Bild des Benutzers CracklinRosie
Beigetreten: 18. Oktober 2017 - 15:45

Hallo Burkhard,

da ich Montag oder Dienstag wieder zum Optiker will, werde ich es mal so versuchen, wie du es geschrieben hast. De facto ist es ja auch genau so. 

Die vorigen beiden APB waren auch Mehrstärkengläser. Das war für mich ja der größte Vorteil daran, dass ich im Haus nicht immer wieder die Brille wechseln muss. Und ganz weit sehr scharf gucken brauch ich drinnen ja nicht - bisher war das immer voll zufriedenstellend und theoretisch hätte ich damit sogar recht problemlos autofahren können. Mein Augenarzt meinte, meine Augen wären immer noch so flexibel, dass ich mit der Weite der Brille (bis 2 m) noch problemlos auch weiter gut gucken könnte.

Nur mit der jetzigen Brille muss ich ständig rumwackeln, wo denn jetzt die kleine Stelle ist, bei der ich halbwegs scharf sehe. Da war ich mit der alten Brille besser dran - solange ich nicht dauerhaft lesen musste. 

Nach meinen ganzen Besuchen von Optiker- und Gläser-Seiten im net stelle ich mir momentan die Frage, welche Vorteile mir eine APB überhaupt bietet. Sollte ich dann nicht gleich eine herkömmliche Gleitsichtbrille nehmen? Ich dachte ja bisher, die sei komfortabler weil die näheren Bereiche damit größer wären, wenn der Fernbereich fehlt. Aber wenn die Schärfe-Bereiche dermaßen eng gesteckt sind wie jetzt, dann können deren Bereiche doch eigentlich auch nicht mehr kleiner sein.  sad

Mein Mann hat wie gesagt ganz ähnliche Fehlsichtigkeit, mit Ausnahme einer stärkeren Hornhautverkrümmung. Dessen nagelneue Gleitsichtbrille reicht jedenfalls zum lesen einer Zeitschriftseite ohne Kopfschwenken und er hat auch ansonsten überhaupt keine Probleme mit den Schärfebereichen. Ganz zu schweigen von irgendwelchen Verzerrungen oder dem Bedürfnis, schräg durchzugucken um es größtmöglich scharf zu bekommen. Und das mit einer Fielmann Billig-Gleitsicht-Brille  angry

Inzwischen habe ich etwas gemischte Gefühle, was dieses Handwerk angeht. Man geht zu 5 Optikern und bekommt 5 verschiedene Meinungen und vor allem offenbar auch unterschiedliche Messergebnisse. Und jeder behauptet, der andere hätte nicht gut gemessen und würde es falsch einschätzen. Aber alle sind Optiker und sollten doch eigentlich ihr Fach - zu dem doch auch das Messen von fertigen Brillengläsern gehört - beherrschen. Und deren Geräte sowieso. Aber es scheint reine Glückssache zu sein, an wen man da gerät. Als Kunde ist man da echt etwas aufgeschmissen, weil man unmöglich einschätzen kann, wer denn nun Recht hat und wer nicht.  *seufz*

Beste Grüße

Rosie

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Beigetreten: 7. November 2000 - 0:00

Hallo Rosie,

die Branche ist manchmal eigentuemlich, weil so viele Koeche meinen, sie koennten Suppe kochen. Schade, dass dir so geschehen ist.

Wenn ich nochmals eine Hilfestellung bieten kann, dann achte darauf, dass Fernbrille und APB abgestimmt sind. In deinem Falle ist wahrscheinlich die Degression zu gross(1,5 dpt). Wie du angedeutet hast scheint die Akkommodation noch recht gut zu sein. Demnach ist eine Addition von 2,25 dpt etwas zu hoch. 1,75 bzw 2,0 duerften locker ausreichen. Und das fuehrt dazu, dass du schon fast ein eiriges Gleitsichtglas(Deg. 1,5 bei Add. 1,75) statt APB bekommen hast.

VG Burkhard

Bild des Benutzers CracklinRosie
Beigetreten: 18. Oktober 2017 - 15:45

Moin Burkhard,

mal sehen, ob ich dich richtig verstanden habe. Ich soll ausgehend von meinen Fernbrillenwerten 

R sph -2,75 cyl +1,50 A 160 
L sph - 2,50 cyl +1,00 A 27 

statt der Add von 2,25 besser nur eine Add. von z. B. 1,75 oder höchstens 2 dpt. wählen? 

Gleich mache ich mich auf zum Optiker und vorher werde ich noch einen Abstecher zu dem Optiker machen, der auf der Messe den Teststand hatte. Die hatten mir angeboten, für genauere Messung besser in ihrem Laden vorbei zu schauen, da sie nur eine minimalistische Ausstattung auf der Messe hatten. Da das fast auf dem Weg liegt, werde ich mal sehen, was die denn so messen. 

Beste Grüße

Rosie

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Beigetreten: 7. November 2000 - 0:00

Genau.

kleinere Addition. Daraus ergeben sich die Nahwerte.

Ausgehend von diesen Nahwerten eine Degression von vllt 1,0dpt

Das waere mein Vorschlag nach einer guten Refraktion.

 

VG Burkhard

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

@ Burkhard,

danke für Dein Einspringen, ich war in Aalen zu einem Seminar an der Hochschule.

Viele Grüße

Eberhard

Bild des Benutzers Burkhard Schlinkmann
Beigetreten: 7. November 2000 - 0:00

Hallo Eberhard

versprueh, was du gelernt hastsmiley

 

Gruss Burkhard

Bild des Benutzers CracklinRosie
Beigetreten: 18. Oktober 2017 - 15:45

Hallo Burkhard,

habe beide Termine erledigt und "mein" Optiker hat mir, nachdem ich nur die Brille mit den Markierungen des anderen Optikers auspackte, gleich verkündet, dass ihm am liebsten wäre er würde mir die alten Gläser einbauen und das Geld für die neuen zurück zahlen.  yes

So haben wir es dann auch gemacht und ich werde nun zu dem anderen Optiker gehen und mir neue Gläser fertigen lassen. Ich kann nur sagen: Endlich wieder stressfreien Durchblick mit meiner alten Brille!  cool

...und vll. gibt es dann doch noch eine richtige Lesebrille für meine stundenlangen Leseaktionen. Ist wohl doch am erholsamsten fürs Auge, so auf die Dauer betrachtet.

Lieben Dank für eure Hilfestellung hier im Forum! Schön, dass es solche Seiten gibt   smiley

Rosie

Bild des Benutzers Eberhard Luckas
Beigetreten: 29. September 2002 - 0:00

Sehr gut.

Viele Grüße

Eberhard